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Beitrag begonnen von lila Deutz am 23.12.02 um 15:45:06

Titel: Knüppel aus dem Sack - Selbstverteidigungskenntnisse notwendig?
Beitrag von lila Deutz am 23.12.02 um 15:45:06
Ob Selbstverteidigung notwendig ist, weis ich nicht, aber Kenntisse schaden nicht und sind im Zweifel eher hilfreich.
Daher finde ich es sinnvoll, sich zumindest Grundkenntnisse anzueignen. M.E. geht es nicht darum, Schläge lehrbuchhaft ausführen zu können, sondern zu wissen, wie man einen Angriff oder Schläge abwehren kann und wo man versuchen muss den Gegner zu treffen.
Sehr gut ist es m.E., sich in einer Kampfschule den Umgang mit einem Stock zeigen und beibringen zu lassen.

Grüße von der lila Pistenkuh  :o  >:(  ;D

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Klaus Därr am 24.12.02 um 13:24:38
Hallo,
wir haben immer CS-Gas-Spray dabei, den wir an  den Grenzen beim Waschzeug verstecken.
Ob der Spray wirklich hilft weiss ich nicht, ich hätte ihn einmal in Brasilien und einmal im Tschad gebraucht, hab ihn aber in der Eile nicht griffbereit gehabt und die Angreifer wollten nicht warten. Eigentlich muss man ihn nachts z.B. mit einem Band am linken Handgelenk befestigen, damit man ihn beim Aufwachen mit der rechten Hand immer sofort greifen kann.
Beim [Member-Link]  Bitte Einloggen oder Registrieren, wo wir vier Autos verloren, hatten die Angreifer "Kalsch" dabei und damit in jedem Fall die besseren Argumente. :(

Titel: Gas
Beitrag von lila Deutz am 06.01.03 um 07:26:56
Hallo Klaus,

CS-Gas oder Pfefferspray gehören m.E. zur Grundausstattung. Wir haben uns eine kleine Halterung für eine Spraydose direkt beim Bett an der Wand angebracht, eine im Geldversteck und eine beim Fahrersitz.
Ein Freund hat sich eine Konstruktion gebaut, bei der Reizgas in das Fahrzeug strömt, sobald eingebrochen wird. Dies wird natürlich nur aktiviert, wenn man unterwegs ist und sich nicht selbst im Fahrzeug befindet.

Grüße vom lila Deutz

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Ingo_Engemann am 27.01.03 um 23:49:55
Hallo,
ich habe auf allen meinen Reisen und Wanderungen einen großen Wanderstock von ca. 1.70 m mit bei mir.
In kritischen Situationen (bei ein oder zwei Angreifern) ist aber der Stockeinsatz nicht gleich das erste. Den Stock habe ich zwar immer zwischen mir und dem Gegner als "Stütze" aber als erstes huste ich dem Gegner mit einem künstlichen Hustenanfall (als hätte ich eine ansteckende Krankheit) ins Gesicht, das schreckt fast alle erst mal ab und verschafft einem Distanz und Zeit zum reagieren. Sollte das noch nicht helfen kommt der Stock zum Einsatz.
Eine gute Stock-Kampftechnik mit 5 Grundschlägen erlernte ich im Wing Tschung. Aber besser als der Kampf ist immer ein vermiedener Kampf.
Ahoi Ingo

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Schöni am 01.02.03 um 00:28:31
Das mit dem Hustenanfall ist eine spitzen Idee! Ich kann mir gut vorstellen dass da ein paar Angreifer angewiedert ablassen ;-)

Was passiert eigentlich wenn sie einen z.B. an der marokanischen Grenze beim CS Gas schmuggeln erwischen?
Wir hatten 99 und 02 auch welches dabei, aber als der Grenzer  bestimmt 10 mal nach CS Gas gefragt hatte wurde mir schon mulmig.

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von jürgen am 05.04.03 um 14:09:44
Ich bin noch nie überfallen worden. Wer sind denn diese Angreifer, vor denen man sich mit Gas u. ä. schützen sollte und wie läuft sowas ab: immer machts auf einsamen Plätzen? Kommen sie in Gruppen oder einzeln? Womit wird man in der Regel bedroht? Wird versucht, heimlich ins Auto zu kommen, obwohl klar ist, dass einer drin ist? Ein Bekannter hatte Knallkörper dabei, die er dann anstecken und aus dem Auto werfen wollte.
Gruß
Jürgen

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von lila Deutz am 06.04.03 um 21:50:44
Hi Jürgen,

von Überfällen berichtet man eigentlich nach einigen Flaschen Bier am Lagerfeuer und hat dann natürlich mit seinem Deospray ganze Banden in die Flucht geschlagen.

Aber ich gehe mal davon aus, dass deine Frage ernst und nicht provokativ gemeint ist und daher auch meine, zum Glück nicht sonderlich spektakuläre, Erfahrung.

Wir übernachten fast nur alleine "wild" weit entfernt von Siedlungen, wobei wir uns so stellen, dass wir nicht direkt von der Straße oder Piste gesehen werden können, aber dennoch ohne Rangierbewegung weg fahren können.
Zweimal (beides Ford Transit) hat man nachts versucht in unser Auto einzubrechen, obwohl erkennbar war, dass wir im Auto schlafen. Beidesmal wurden wir wach und konnten den Überraschungsmoment für uns nutzen und abhauen. Schaden war lediglich ein beschädigtes Fenstergummi.
Einmal hat man versucht an unserem Magirus Deutz nachts Diesel zu klauen. Allerdings dachte man wohl, der Deutz sei abgestellt, denn die Täter (2) waren von meinem Auftritt in Unterhose so überrascht, dass sie 2 Kanister und Schlauch zurück liesen und das Weite suchten. Wir dann übrigens auch.
Auch wenn`s im Nachhinein harmlose Einbruchversuche waren, hat man in dem Moment, wo sich jemand am Auto zu schaffen macht ordentlich Herzrasen und weiche Knie.
Zudem muss man diese drei Versuche in Relation setzen, zu den ca. 1.500 Nächten die wir bisher im Auto verbrachten.

Grüße vom lila Deutz

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von jürgen am 07.04.03 um 19:02:56
hallo lila Deutz
klar, war schon ernst gemeint. Obwohl ich einen Überfall noch nie erlebt habe, mache ich mir diesmal ein bisschen Sorgen. Ich will ab nächste Woche los Richtung Mongolei, meine erste Langzeitreise (5-6 Monate), alles, was nach dem Iran kommt, ist Neuland für mich.
Ich habe mich bisher nachts im Auto gerade in Ortschaften sicherer gefühlt, das ist weniger romantisch und vermutlich auch weniger sicher, ist halt so'n Gefühl, mal schaun, ob ich es diesmal anders mache.
Sehr richtig, dass du die Häufigkeit von Überfällen in Beziehung zur Reisedauer setzt, sofern hatte ich das Risiko statistisch schon richtig eingeschätzt, werde mich also nicht verrückt machen und die Reise genießen.
liebe Grüße
Jürgen

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von lila Deutz am 07.04.03 um 22:30:53
Hallo Jürgen,

Ich bin auch ein Freund von Statistik, ich denke, es gibt in jedem Land 5 % potenzielle Verbrecher.
Übernachte ich an einer Straße, wo in einer Nacht 100 Fahrzeuge vorbei fahren und mich sehen, grübeln 5 Leute darüber nach, ob es sich lohnt zurück zu kommen. Stehe ich einsam und versteckt und ich werde von Einem entdeckt, ist die Wahrscheinlichkeit deutlich geringer, dass es nächtens Besuch gibt.
Zudem denke ich, dass Verbrecher sich dort aufhalten, wo mit Beute zu rechnen ist, und dies ist in den Städten und nicht im dunklen Wald.

Viele Grüße
Burkhard und natürlich vom lila Deutz

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von jürgen am 08.04.03 um 15:29:26
Hallo Burkhard
du hast völlig recht, mein Gefühl täuscht, vermutlich reine Gewohnheit als Stadtmensch. Das wird sich jetzt ändern.     8)
Gruß Jürgen

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Horst_Pritz am 14.04.03 um 13:11:33
Hallo,
auf vielen Reisen in Afrika wurden wir glücklicheweise bisher nie bedroht oder beraubt, trotzdem haben wir immer ein Tränengasspray in Griffnähe wenn wir an einsamen Stellen übernachten. Auch an Abschußgerät für Signalraketen führen wir mit, um damit notfalls abzuschrecken. Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, daß es besser ist sich bei einem Überfall ruhig zu verhalten und die Angreifer, die ja meist in der Überzahl und oft auch bewaffnet sein dürften nicht unnötig zu reizen. Lieber die Ausrüstung verlieren als das Leben.
Viele Grüße,
Horst

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von hilux am 26.04.03 um 21:48:37

Horst_Pritz schrieb 14.04.03 um 13:11:33:
Hallo,
Grundsätzlich bin ich aber der Meinung, daß es besser ist sich bei einem Überfall ruhig zu verhalten und die Angreifer, die ja meist in der Überzahl und oft auch bewaffnet sein dürften nicht unnötig zu reizen. Lieber die Ausrüstung verlieren als das Leben.
Viele Grüße,
Horst

:(

also der meinung bin ich nicht so
den meine ausrüstung(in vergleich zu eure ist meine billig) wahr recht teuer und ich "sammel"seit 5 jahre an sie, und mein auto (bj1987)(das ich fast so liebe wie meine freundin)war für meine verhälltnisse auch nicht grad billig
und desshalb....
wen ich die möglichkeit hätte ne waffe zu führen wurde ich mein sach mit mein leben verteidigen >:(

aber ich bin ja noch jung  :)
vielleicht ändere ich meine meinung ja noch wen mal einwenig "reserve" auf der bank vorhanden ist ;D

gruß

Titel: Reserve auf der Bank
Beitrag von lila Deutz am 27.04.03 um 10:12:31
Hi Dany,

wieviel Leben hast du als Reserve auf der Bank ?
Ich habe leider nur EIN Leben und das ist für mich das Wichtigste, unabhängig von Vermögen.

Natürlich verteidige ich meine Ausrüstung und Auto und würde dafür auch einige blaue Flecken in Kauf nehmen, aber eine Kugel im Kopf ist mir der Karren nicht wert.

Ich denke, Horst meinte in seinem Posting Überfälle, die geplant, organisiert und von meheren erfahrenen Banditen ausgeübt werden und keine jugendlichen Autoradioklauer.

Friedliche Grüße
Burkhard und die Pistenkuh

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von hilux am 27.04.03 um 11:32:31
ja ich habe auch nur 1 leben :(


es ist schon klar das wen ich aleine und unbewaffnet bin , und ich bewaffnete angreifer habe das ich dan
keine chance habe...und dan wurde ich auch nix machen

aber ich meine damit das wenn ich ne waffe hätte
dan wurde ich alles probieren....


aber das ist eh nur theorie
wie man reagiert zeigt sich erst wenn es passiert
und dan kann man nur beten das man richtig reagiert.

so, und ich geh ja nach africa um urlaub zu machen und nicht um "krieg" zu fuhren ;)


(he lila , ich war schon vor ne weile auf deine seite
und ich bin vol begeistert von dein deutz ,sehr gute arbeit )

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Todi am 05.05.03 um 08:58:06
Hallo lila Deutz,

also ich habe mir gerade mal  deine Homepage angesehen.

Ich glaube wenn mir da jemand das Auto abnehmen wollte, würde ich selbst George Bush`s Friedenstruppen  :-/ verjagen und falls dies nicht gelingen würde müsste ich mich glaub ich selbst ersaufen.

Das Auto ist toll und wie du geschrieben hast auch ne Menge Arbeit ! Viel Glück auf eurer Tour !

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Henry_Forester am 09.06.03 um 02:25:30
Hallo,

es gibt jetzt auch Pfefferschaum, z. B. bei Globetrotter (bei Därr habe ich noch nicht geschaut).

Der Schaum soll angeblich am Körper haften und darum eine bessere Wirkung haben. Testberichte liegen aber noch nicht vor ... ;D

Wie lange hält das Spray im Behälter? Verflüchtigt sich das mit der Zeit?

Der Knüppel aus dem Sack könnte auch ein Teleskop-Schlagstock sein, den ich aber bislang nie mitnahm, um mögliche Scherereien mit Zoll und Polizei zu verhindern. War bislang nur in Europa unterwegs (+ Marokko).

Und: Man muß mit einem Stock umgehen können!

Beste Grüße

Henry

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von lila Deutz am 11.01.04 um 11:41:56
Hallo Henry,

Spraydosen sind nicht ganz dicht.
50 ml Pfefferspray sind nach ca. 10-15 Jahren weg.

Grüße von der lila Pistenkuh,
der einzigen Kuh, die sich von Spray nicht schrecken läßt.

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Christian am 24.02.04 um 20:57:37
Hallo ihr
Taugt denn diese Gas- bzw Schaumgeschichte was, oder ist ads eher Makulatur für meine Sorgen?
Und wie genau stehts mit der Einfuhr ins Reiseland, imspeziellen in Kanada? Ist es vielleicht geschickter, mir dort sowas zu kaufen? Hilft das Zeug auch gegen Hunde oder gar Bären? Na, euch allen ein Sicheres Reisen mit ohne Überfall und Gewalt.
In Liebe
:-*
Christian

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von lila Deutz am 25.02.04 um 09:38:32
Hi Christian,

Reizgas oder Pfefferspray hilft bei Menschen auf jeden Fall. In einem Selbstversuch (aus Versehen) sind mir kleinste  Mengen Pfefferspray in die Nase gekommen, ich kann dir sagen, du denkst nicht mehr an Geld, Sex oder sonstige Dinge, sondern nur noch, wie du das Brennen in den Augen und Nase wieder weg bekommst.
Die Wirkung auf Hunde müsste ähnlich sein.
Zu Bären fällt mir nur eine kleine Geschichte ein:
Vor Braunbären schützt man sich mit einem Glöckchen. Das Gebimmel vertreibt die Bären. Vor Schwarzbären schutzt man sich mit Pfefferspray. Ob es in dem Gebiet Braun- oder Schwarzbären gibt erkennt man an deren Losung. Im Kot des Braunbären findet man Glöckchen und der des Schwarzbären riecht nach Pfeffer.

Viele Grüße
pistenkuh

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von TB am 13.06.04 um 12:56:32
Salli.
Absichern mit Spray...ist mir klar. Aber würdet ihr mir empfehlen alleine als Frau (20Jahre) mit dem Rucksack auf Weltreise zu gehn?

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von christian am 15.06.04 um 10:52:29
wenn Du etwas tun möchtest was Du noch nie getan hast, dann tu was Du noch nie getan hast!!!
;)

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Matthes am 21.09.04 um 17:55:33
Ein herzliches Hallo von einem Neuling.

Habe dieses Thema als ersten Beitrag gelesen, weil wir eine Motorrad-Weltreise planen und nun mittlerweile in einem Alter sind, in den man nicht mehr so "blauäugig" einfach losfährt, sondern sich über dies und das eben seine Gedanken macht.
Und da zählt auch das Thema "Sicherheit" mit rein.
Nun habt Ihr ja ganz gute Karten, wenn Ihr alle in Euren Fahrzeugen schlaft.
Doch wie sieht es aus, wenn man mit Zelten unterwegs ist?
Oder gelten Motorradreisende als "arm" und werden nicht überfallen?

Würde mich mal interessieren, ob es hier auch Motorradreisende gibt, die etwas zu berichten wissen.

Kann man eigentlich nach Regionen unterscheiden?
Ist die "Überfallwahrscheinlichkeit in bzw. Südamerika höher als in Asien? (oder so)

bye,
Matthes

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von pushbike am 01.10.04 um 09:36:09
Kann soo nicht beantwortet werden, da Du nicht geschrieben hast, wo Du in Asien unterwegs sein willst. Generell ist die Gefahr aber in Südamerika höher. Z. B. hat Brasilien ein höheres Gewaltpotential als Thailand oder Malaysia. Andererseits gibt es in Argentinien außerhalb Buenos Aires keine Probleme.
Also alles eine Frage der Route.
Gruß pushbike

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von ars_armandi am 13.12.04 um 16:39:23
Hallo Leute,
diese Überfälle in der WÜste sind sehr bedauerlich-jedoch muss man sich immer bewusst sein daß es zu einem Kampf kommen kann bzw. muss. Stellt euch vor daß die Banditen anfangen auf einen bzw. eine Begleiterin zu schießen. Ich persönlich bin auch begeisteter Off-roader, aber irgendwo hört der Spaß auf. Wenn man in ein land fährt wo die Gefahr besteht daß man überfallen bzw. verletzt/getötet wird muß man vorher Überlegungen anstellen was man in diesem Fall tut.  Es gilt sicher das eigene Leben bzw. dies der Mitreisenden zu wahren--deshalb wäre es sicherlich nicht schlecht eine gewissen Bewaffnung mitzuführen. ich spreche hier nicht von einem Spazierstock oder Eisenrohr sondern von einer Faustfeuerwaffe bzw. Langfeuerwaffe. Ich fahre lieber bewaffnet in ein land das von Krieg gezeichnet ist(wenn ich schon das risiko eingehe) als daß ich zusehen muss was algerische Fundamentalisten mit meiner Frau machen...damit wäre es sicher schwerer zu leben als wenn ich mir vorstelle daß ich diese gottverdamten Banditen in einen Hinterhalt locke und sie einfach ausschalte...egal ob mit einer Benzinbombe,einer bzw. mehreren Waffen oder was sich sonst noch so anbietet. Ich persönlich habe eine Spezialausbildung beim Militär genossen und kann sagen daß ich (wo ich auch schon in ein feuergefecht mit "Rebellen" anderer Art geraten bin-und noch lebe) auf so manches vorbereitet bin und eine gewisse entschlossenheit habe. Ein "zivilist" der die meiste Zeit seines Lebens im Büro verbringt scheint es mir ja wirklich ein Himmelfahrtskommando zu sein , in so eine Region unbewaffnet zu fahren. Ich selbst war einmal im Senegal und in Ghambia und bin in eine ähnliche Situation geraten. Ich hatte jedoch im Wagen den Rucksack IMMER gepackt, IMMER ein Messer bei mir womit man einem die Hand abhacken könnte und hatte auch IMMER , Karte und Bussole bei mir in der Hose eingesteckt.Weiters war immer am Mann ein Survival Kit der es ermöglichte auch bei Verletzung mehrere Tage autark zu überleben. Wäre es dort zu einer auseinandersetzung gekommen hätte ich sicherlich, um das schlimmste zu bewahren, auch die Typen mit der "Kalasch" über den Jordan geschickt. Fasst alle die eine Kalasch haben glauben daß wenn sie stärker den Abzug betätigen-die Kugeln auch weiter fliegen. Wo Krieg da kampf-und Kampf entscheidet.

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Jochen_Becker am 13.12.04 um 17:41:35
:'(seit Ihr eigentlich bekloppt, in einem Reiseforum, Rambotipss zu vertreiben?
Wo Krieg ist, hat der Touri nix aber auch gar nix zu suchen.
Und die o.g. Tips nix im Internet.
(Bin seit 1999 on the road und zwar weltweit.
aber so einen Quatsch wie oben kann man sich beim Reisen nun wirklich sparen.)
Ich bin - damit Ihr es alle wisst - unbewaffnet,
reise gluecklich aber mit offenen Augen...
Jochen

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von ars_armandi am 14.12.04 um 08:52:04
das mit dem Weltreisen ist so eine Sache.ich findeman sollte vorbereitet sein damit wenn estwas passiert man nicht in den Schlagzeilen endet. ich muß sagen daß der Gedanke nicht falsch ist weil stell dir vor du bist irgendwo und jemand zielt mit einer Waffe auf dich-du hast 2 Möglichkeiten. Entweder du wartest ab und riskierst dein Leben udn die tatsache daß deine Verwandten eine Woche später dich im Holzpyjama runterlassen oder du schießt zurück...dann wirst du allerdings niemals wissen ob der andere schießen wollte-aber du lebst-udn wer auf andere zielt sollte damit rechnen selbst erschossen zu werden!

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Hildegard Grünthaler am 10.01.05 um 22:10:16
Hallo,
also zu den Ratschlägen des Rambos erübrigt sich wohl jeder Komentar. Touristen haben nichts in Kriegsgebieten verloren und sollten auch keinerlei Schießeisen mit sich führen.
Auch Gas- und Pfeffersprays sind ein zweischneidiges Schwert. Wer im Ernstfall vergisst, die Windrichtung zu checken, bekommt unter Umständen die Ladung selbst ins Gesicht!
Vor der großen Reise noch mal schnell einen Selbstverteidigungskurs an der Volkshochschule belegen? Vergessen Sie's! Außerdem werden Sie im Ernstfall die Kniffe, die man Ihnen dort in fünf Stunden beibringt ohnehin vergessen haben.
Aber man kann sich trotzdem schüzen, in dem man generell nachts so parkt, dass man ohne großes Rangieren sofort flüchten könnte.
Im Wohnmobil sollte nachts nichts herumstehen, das bei einem schnellen Aufbruch herunterfallen könnte,
der Zündschlüssel sollte immer griffbereit sein.

Wir persönlich würden allerdings Krisengebiete oder zweifelhafte Stadtviertel auf jeden Fall meiden - obwohl mein Mann lange Jahre Karatelehrer war und einen Dan in dieser Sportart hat. Er musste Karate noch nie zu seiner Selbstverteidigung anweden - weder hier noch sonst irgendwo in der Welt.
Während der drei Jahre die wir in Amerika, Australien und Neuseeland verbracht haben, waren wir nur in den seltensten Fällen auf Campingplätzen, sondern haben  fast ausschließlich wild gecampt.

Ich wünsche allen eine sichere Reise!
Hildegard Grünthaler
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Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Sammygoesaround am 26.01.05 um 21:07:03
Hallo,
also ich denke dass man wenn man in solchr kriesengebiete (wie z.B. in den irak)fährt selbst dran schuld ist wenn man in eine solche situation kommt  :-/ ich persönlich habe 8 jahre wu shu kung fu hinter mir und habe immer einen wanderstab (1.60 m) bei mir der mich vor leicht (messer oder knüppel)bewaffneten gangstern bewahren sollte und wenn mal bewaffnete z.B. mit pistolen oder so banditen auf mich treffen sollten werde ich dem teufel tun und mich in irgendeine lebensbedrohliche situation bringen da ich sowieso mit dem rucksack unterwegs bin und da nichts anderes als kleidung schlafsack und zelt drin habe gebe ich lieber den rucksack als mein leben her und auf bisschen geld was ich da drin habe (natürlich habe ich noch mehr geld bei mir aber um das zu finden müssten die mich schon dazu zwingen mich völlig nackt vor ihnen aus zu ziehen) kann ich auch verzichten  ::) und zu den kommentaren zu dem rambo: wenn man ne weltreise macht kann man nich ein ganzes arsenal von schusswaffen mit sich führen oder wie stellst du dir dass bei der grenze vor denkst du die fragen dich immer nur ob du sowas mit dir führst??wenn du einmal bei einer kontrolle damit erwischt wirst dann kommst du da so schnell nich mehr weg und bevor sowas passiert vermeide ich doch lieber so krisengebiete und geh dorthin wo mir mein stab ausreicht  :-/



also dann noch eine gute und vorallem weitgehen problemlose reise

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Eri am 22.11.05 um 18:38:16
Hallo , fuer alle KRIEGER.
Aus Erfahrung kann ich sagen,wenn Ihr eine Waffe habt oder haettet, laege diese immer genau 3 Centimeter zu weit weg denn tragen wuerdet Ihr sie ja doch nicht die ganz Zeit.
Nochdazu:
Wenn man erst mal jemanden angeballert hat , muss man damit fertig werden und viele bekommen einen Starrkrampf im rechten Finger.
Es gehoert sicher mehr Training hierzu als zum Stockkaempfen.
Teu teu teu
Eri in Venezuela

Titel: Re: KnŸppel aus dem Sack
Beitrag von liphpip am 22.11.05 um 22:51:02
hallo,
man ist das krank hier mal meine persšnlichen erfahrungen bei einigen ŸberfŠllen auf meinen reisen bisher Ÿbrigends nur in europa nie in afrika aber auch dort wŸrde ich genauso handeln,immer wenn ich in so eine situation gerate z.b. in paris eine gruppe von ca.5 vermutlich nordafrikaner(algerier)umrunden mich mit messern und fordern sehr agressiv geld ich hebe sofort passiv die hŠnde vo kšrper und senke den blick greife langsam zur tasche und Ÿbnergebe die vorhandenen ca.50.- fertig sie ziehen mir noch den tabak hinten aus der tasche und verschwinden fertig.was wenn ich mich gewŠhrt hŠtte??? fŸr 50.-???nee das ist nun echt blšd was zu riskieren fŸrn paar Û...
auch wenn mir in der wŸste die fahrzeug wegnahme droht dann sollen sie das fahrzeug doch nehmen verdammt nochmal pech gehabt, aber wehren womšglich noch mit der waffe in der hand ????? das ist mit sicherheit der beste weg die situation eskalieren zu lassen.wer allerdings so blšd ist immer alles geld und die wichtigsten orginal papiere mit sich rum zu schleppen der braucht auch keine waffe mehr und sollte sich nicht mal bis nach neustrelitz wagen dort hatte ich meinen bisher heftigsten Ÿberfall.
gru§ liphpip

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Dany am 02.12.05 um 17:57:04
Salut!

Grundsätzlich ist folgendes zu bedenken:
Die meißten Täter in vielen Ländern berauben oder überfallen dich nicht weil sie dir Schmerzen zu fügen wollen (gibt es sicher auch) sondern weil sie dein Hab und Gut möchten. Deine teure Uhr die er 3 Straßen weiter für Geld verkaufen womit er event. sich oder seine Familie ernähren kann. Oder weil er sich damit sein Unterhalt verdient. Wenn du dich Weigerst oder anfängst zu kämpfen , sieht er sich gezwungen das gleiche zu tun ! Und er hat sicher Waffen und wird es nicht zum ersten mal machen. Es gibt auch sehr stark gewalttätige Täter, die nehmen keine Rücksicht. Ihnen ist es egal ob du Lebst oder Stirbst, sie wollen das was du hast. Auch eine Frau wenn eine dabei ist(bitter , aber leider ist es Tatsache)! Das merkst du schon nach den ersten Sekunden, Schlagen sie dich und deine Freunde, treten sie euch und brüllen ohne Pause, dann hilft nur eins, hoffen und machen was sie sagen. Gehen sie mit allem was du hast oder ihr habt davon und ihr habt nur ein paar blaue flecken, n blaues Auge.....hast du Glück , viel viel Glück. Dann gibt es eine weiter Möglichkeit: es gibt keinen Ausweg mehr, du weißt genau du kommst nicht mehr lebend raus, dann solltest du versuchen dich durchzusetzten und zu überleben, zur Not auch kämpfen. Letzteres blieb mir bis jetzt erspart , aber überfallen wurde ich schon 2 mal. Das reicht !;) Ich bin aber der Meinung das kein Überfalle den anderen gleicht.

Ich mache nun 9 Jahre verschiedenste Kamppfsportarten und kann sagen, das es sicher hilft sich auf solche Situattionen einzustellen. Denn passieren können sie überall. Ich trainierte und mache es noch (nur immer selltener) Polizisten ( Sek`s etc. ) , Bundeswehr Soldaten in Speziellen Verwendungen und Türsteher, da ich Zeitweise selber in der Sicherheit tätig war spreche ich aus Erfahrung. Eine Waffe bietet sich natürlich immer an , aber der UMGANG sollte GEÜBt sein ! Ich habe auf vielen Touren meißt ein Messer am Unterschenkel, CS -Gas im Rucksack. Alle Theorien die du im Training geübt hast sind verdammt hilfreich, aber passiert es dir wirklich sieht das alles anders aus. Keine schöne Erfahrung! Das Ziel sollte sein zu überleben und unverletzt aus der Sache durch zu kommen und es als Erfahrung anzuerkennen, einen kühlen Kopf bewahren, also: Was passiert gerade , was ist zu tun (oder auch nicht), Lage erkennen und entscheiden. Das muß natürlich trainiert sein........

Ansonsten ist Selbstverteidigung sehr hilfreich, auch für das Körpergefühl ! Kann ich nur empfehlen......

Viele Grüße , Dani

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Munich-Man2004 am 15.12.07 um 13:59:21
Hallo,

also ich bin der Auffassung, dass jeder der reist, sich auch mit dem Thema Selbstverteidigung befassen sollte.
Mit befassen meine ich auch nicht nur gelesen haben, wie man sich verteidigt im Ernstvoll, sondern es auch in welcher Form auch immer geprobt haben. SV Wochenendseminare sind sicher nicht verkehrt, um einfach mal sich mit diesem Thema real auseinander zu setzen.
Nicht selten suchen sich Räuber Ihre Opfer gezielt aus. Und wer ein unsicheres auftreten hat, ist potenzielles Opfer.

Ganz richtig ist auch, dass man nicht auf jede Situation vorbereitet sein kann, da jeder Überfall anders abläuft.
Pfefferspray halte ich für ein gutes Mittel und ist das mindeste was man immer Griffbereit dabei haben sollte.
Eine Feuerwaffe (Pistole) ist ein sehr zweischneidiges Schwert, weil man sich beim Auffinden dieser selbst in eine miese Lage manövrieren kann.
Rüdiger Nehberg hat fast immer eine bei seinen Abenteuern geschmuggelt und dabei gehabt, die ihm auch mindestens einmal (Sudan) zweifellos das Leben gerettet hat.

Ich möchte selbst auf Reisen gehen, habe lange überlegt, welche Waffe wohl die ultimativste, unauffälligste und effektivste ist. Eine Lösung habe ich leider noch nicht.

Ich denke, das auch mentales Training, welches man immer wieder für den Ernstfall trainiert hat helfen kann.  

Gruß
M.

Titel: Re: Knüppel aus dem Sack
Beitrag von Andy Mc Nab am 26.01.09 um 21:14:11
Hi Leute,
Sorry daß ich nur als gast poste aber bei allem Glück und bei aller Vorbereitung ist es leider so daß neben den vielen guten Menschen auch Schlechte unterwegs sind. Heutzutage redet man uns ja ein daß wir normale Bürger uns immer auf die Polizei usw verlassen sollen aber in diesen besagten Ländern ist man eben selbst die Polizei. Es stimmt zwar daß man im nachhinein auch in einem fremden Land die Polizei aufsuchen kann-diese findet dann die Täter oder nicht aber es gilt nur die Polizei aufzusuchen damit man Sachen wiederfindet die gestohlen wurden. Gestohlenes Leben gibt es leider nicht zurück!

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