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Beitrag begonnen von Luther am 28.08.09 um 11:58:12

Titel: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Luther am 28.08.09 um 11:58:12
Hallo,

folgender Text ist aus einem anderen Reiseforum entnommen, wo er heute erschien:

Hallo,
ganz aktuell und ohne irgendwelche speziellen Interessen hier nur der Hinweis, dass unser Campingfahrzeug auf der Grimaldi-Fähre Grande Brasile von HH nach B.A. aufgebrochen und durchwühlt worden ist. Zudem wurde uns aus dem Fahrerhaus, welches bei Ro-Ro offen bleiben muss, die Armaturenbrettverkleidung herausgerissen und der Multifunktionsschalter (Blinker, Licht und Scheibenwischer) sauber abgetrennt und geklaut.
Gruß Eisbär

Ohne weiteren Kommentar
Luther

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Manfred Franz am 28.08.09 um 13:56:56
Im gleichen Forum berichtet der Autor jedoch, daß er sein Auto bereits
Ende Juni abgeholt hat.
Siehe hier: [Member-Link]  Bitte Einloggen oder Registrieren
Jetzt soll angeblich "ganz aktuell" (28.8.09) sein Schalter verschwunden sein.
Das kommt mir doch etwas sehr seltsam vor.
Warum schreibt der Autor hier nicht selbst?

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Manfred Franz am 28.08.09 um 19:17:33
Diesbezüglich hier ein Auszug der Transportbedingungen von Grimaldi
mit der betreffenden Bestimmung:



Zitat:
BEGLEITETE FAHRZEUGE
Der Fahrpreis deckt ausschließlich den Transport auf dem Schiff vom Einschiffungshafen bis zum
Ausschiffungshafen. Der Passagier ist verantwortlich, dass alle Dokumente und Papiere für die
Ausschiffung und Verzollung des Fahrzeuges am Zielhafen in Ordnung sind. Im Falle unkompletter
Dokumentation übernimmt das Transportunternehmen keine Haftung. Alle eventuelle Kosten und Spesen
in Zusammenhang mit der Einschiffung, der Ausschiffung und der Verzollung des Fahrzeuges sind vom
Passagier an Ort und Stelle zu zahlen. Sollte es nötig sein den Dienst eines örtlichen Zollagenten (oder
andere Art Agent) zu brauchen, sind die Kosten und Spesen vom Passagier an Ort und Stelle direkt an
diesen Agenten zu zahlen. Wenn örtliche Dispositionen es dem Passagier nicht erlauben, das Fahrzeug
selbst an oder von Bord zu fahren, sind die entstehenden Kosten vom Passagier an Ort und Stelle zu
zahlen. Begleitete Fahrzeuge werden zu den Bedingungen des Frachttransportes befördert
(Gebrauchtfahrzeuge), nach welchen das Transportunternehmen keine Verantwortung übernimmt für
Schaden und Diebstahl. Im Besonderen haftet das Transportunternehmen nicht für See-Ereignisse. Es
wird empfohlen das Fahrzeug gegen eventuelle Schäden und Diebstahl während des Seetransportes zu
versichern, das Transportunternehmen haftet nur wenn seine direkte Verantwortung festgestellt ist, und
nur innerhalb der Limiten wie vorgesehen im italienischen Codice della Navigazione oder (wenn sie
Anwendung finden) in einer internationalen Konvention.
Es wird empfohlen, während der Überfahrt kein Gepäck in Fahrzeuge zu lassen, da das
Transportunternehmen keine Haftung übernimmt
.
Dem Passagier, dessen Fahrzeug nicht den bei Buchung angegebenen Maßen entspricht, muss die
doppelte Preisdifferenz zahlen, entweder vor Einschiffung oder an Bord (sollte die Differenz erst dort
festgestellt werden). Bei der Abmessung der Fahrzeuge müssen immer die Gesamtmaße berücksichtigt
werden, inklusive Anhängsel, Anhängerkupplung und Gepäck auf dem Dach. Fahrzeuge die nicht vom
Besitzer begleitet sind, können nicht als begleitete Fahrzeuge mitgenommen werden, und müssen als
Fracht verschifft werden. Fahrzeuge, die nicht für den Personentransport immatrikuliert sind, die länger
als 8,50 m, höher als 3,40 m oder breiter als 2,40 m sind, sowie Fahrzeuge mit Gepäck, dass anderes als
persönliches Reisegut enthält, oder mit Ware zu Handelszwecken, können nicht als begleitete Fahrzeuge
akzeptiert werden, und müssen als Fracht verschifft werden.

Wenn tatsächlich mal während der Überfahrt etwas gestohlen wird, so ist dies nicht die Regel, wie es vielleicht hier suggeriert wird. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß eine entsprechende Versicherung abgeschlossen werden kann. Die Entscheidung hierüber muß jeder selbst nehmen.
Die Beförderungsbedingungen sind jedem vor Abreise bekannt.
Wenn nur ein Schalter säuberlich ausgebaut wurde, dann wäre interessant zu wissen, ob ein Passagier mit auch solch einem Fzg. an Bord war.
Bleibt für mich immer noch ein Widerspruch, daß der Autor im Juni 09 von seiner Ankunft in BsAs schreibt und jetzt plötzlich am 28 August 09 als "ganz aktuell" ...

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Luther am 28.08.09 um 19:20:34
Hallo,

vielleicht kennt die Autorin dieses Forum nicht?

Allerdings wundert auch mich, dass sie, worauf ich erst jetzt aufmerksam werde, im Juni von ausführlich von "enormen Schwierigkeiten" bei der Erreichung des erbetenen langfristigen Visums berichtet, aber mit keinem Wort einen Raub auf dem Transportweg erwähnt.

Ich habe in dem Forum, wo der Artikel erschien, gefragt, wie sich Grimaldi gegenüber dem berichteten Schaden verhalten hat, und bin gespannt auf die Antwort.

Gruß
Luther

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Luther am 28.08.09 um 19:48:18
Hallo,

während ich an meinem letzten Beitrag schrieb, wurden hier der Auszug der Transportbedingungen von Grimaldi und der Kommentar dazu eingestellt. Deshalb auch hierzu noch eine Antwort:

Diebstähle auf RoRoRo-Schiffen sind offenbar nicht selten, man liest  häufig davon, und sicher nicht auf eine Reederei beschränkt*. Aber ich halte es durchaus für richtig, Ross und Reiter zu nennen, wenn solch ein Fall tatsächlich eintritt. Vielleicht kann man Schwarze Schafe so eingrenzen.

Ob es bei allen Reedereien erforderlich ist, sind gegen Diebstahl zu versichern, weiß ich nicht und habe ich im Moment nicht die Lust nachzuprüfen. Es würde mich aber sehr überraschen, wenn man sich für Diebstähle, die an Bord geschehen, extern versichern müsste. Da ist m. M. die Reederei haftbar. Die Forderung, kein Gespäck im Wagen zu lassen, ist bei Wohnmobilen ein Hohn. Soll die Reederei den Raum doch abschließen, und, wenn erforderlich, nur zuverlässiges Personal reinlassen.

Ich selbst habe mein Wohnmobil dreimal problemlos RoRoRo verschifft. In zwei Fällen war ich selbst mit an Bord. Als ich aber unterwegs einmal an meinen Wagen ran wollte, durfte ich das nur in Begleitung eines Offiziers.

Gruß
Luther

Die

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Luther am 28.08.09 um 19:57:03
Ach so,

in meinem vorher gehenden Beitrag steht:

Diebstähle auf RoRoRo-Schiffen sind offenbar nicht selten, man liest  häufig davon, und sicher nicht auf eine Reederei beschränkt*.

Ich habe aber die Fußnote zu dem Sternchen vergessen. Es sollte der Link auf folgenden früheren Beitrag von mir sein:

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Gruß
Luther

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Manfred Franz am 28.08.09 um 20:30:24
Sicher Luther, keiner kann garantieren, daß bei Ro/Ro nichts passiert.
Ebenso kann ein Auto auch hier aufgebrochen werden.


Zitat:
Diebstähle auf RoRoRo-Schiffen sind offenbar nicht selten, man liest  häufig davon, und sicher nicht auf eine Reederei beschränkt

So oft passiert das wirklich nicht. Nur wenn, dann ist der Eigentümer
natürlich unheimlich sauer und schreibt darüber. Über die Passagen,
die einwandfrei vonstatten gehen schreibt natürlich keiner und das sind
mit Abstand die Mehrzahl! Bei meinen Kunden ist bis jetzt (klopf auf
Holz) noch nicht ein einziges Auto aufgebrochen worden.
Bei meinem Auto hat man jedoch schon in Deutschland auf einem
Parkplatz die Scheibe eingeschlagen und leergeräumt - pech gehabt.

Dieser spezielle Fall kommt mir jedoch anhand der Daten doch etwas
"seltsam" vor.

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Luther am 28.08.09 um 20:57:13
Hallo Manfred,

ich denke, ich habe mich neutral zu dem Problem geäußert. Aber man liest eben doch in allen Foren immer al wieder von RoRoRo-Problemen. Und wenn Reedereien auffordern, den Wagen ohne Gepäck einzuliefern (was bei Wohnmobilen unmöglich ist), sehe ich das als Hinweis darauf, dass man dem eigenen Personal misstraut. Das sollten die Reedereien, verdammt nochmal, verhindern. Das ist eine reine Organisationsfrage.

Für mich selbst habe ich ja drei positive RoRoRo-Erfahrungen "gemeldet". Aber in zwei Fällen waren das Passagierschiffe, die sind wohl immer stärker gesichert. Wäre halt zu rufschädigend, wenn das Reisegepäck geplündert würde.

In meinen Tipps zum Fahrzeugausbau erwähne ich übrigens auch, dass der Transport nur ein kurzfristiges, der Klauschutz im Reisealltag aber ein langfristiges Problem ist.

Gruß
Luther

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Manfred Franz am 28.08.09 um 21:55:22

Zitat:
ich denke, ich habe mich neutral zu dem Problem geäußert.

Ja sicher doch, so soll es ja auch sein.


Zitat:
Und wenn Reedereien auffordern, den Wagen ohne Gepäck einzuliefern (was bei Wohnmobilen unmöglich ist), sehe ich das als Hinweis darauf, dass man dem eigenen Personal misstraut.

Das ist doch ganz einfach nur eine Vorsichtsmassnahme. Wenn ich
immer das Kleingedruckte lese, dann dürfte ich keinen Vertrag schließen.

Nur sind wir uns ja einig, daß in diesem Fall etwas komisch ist. Dabei
überlege ich, daß vielleicht wenn nur ein Blinklichtschalter sauber aus-
gebaut wurde, war dann vielleicht ein Passagier mit gleichem, defekten
Schalter an Bord? Wer weiss, jedenfalls sehr seltsam ist und bleibt es.
Zumal auf Deine Frage an den Autor in dem Ursprungsforum keine
Reaktion kommt. Warten wir mal ab ...

Sollte auf jeden Fall nicht überbewertet werden.
Wenn ich solch eine Reise unternehme, dann ist mir deutlich, daß es
keine Erlebnisreise in den Schwarzwald ist.
Aber wie gesagt, ich hab da so meine Zweifel ...


Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Manfred Franz am 29.08.09 um 22:59:19

Zitat:
Ob es bei allen Reedereien erforderlich ist, sind gegen Diebstahl zu versichern, weiß ich nicht und habe ich im Moment nicht die Lust nachzuprüfen.

Dies ist im "Internationalen Seerecht" geregelt und ist für alle Reedereien bindend!

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Luther am 30.08.09 um 09:25:17
Ich sehe gerade, dass da ein Tippfehler ist. Es sollte heißen:

"Ob es bei allen Reedereien erforderlich ist,  s i c h  gegen Diebstahl zu versichern, ..."

Was ist denn d. M. nach bindend: Dass die Reederei sich versichert, oder dass ich als Eigentümer des Transportguts das tue?

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Manfred Franz am 30.08.09 um 11:44:30
Bindend ist die Athener Convention vom 13.12.1974
[Member-Link]  Bitte Einloggen oder Registrieren
mit Erweiterung des Londoner Protokolls vom 19.11.1976
Dies betrifft alle Reedereien.

Die Vertragsbedingungen von Grimaldi beinhalten auch den Codice della Navigazione.
[Member-Link]  Bitte Einloggen oder Registrieren

Nur werde ich wegen eines sauber ausgebauten Schalters in zweifelhafter
Situation hier kein Jurastudium beginnen  :)

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Luther am 30.08.09 um 12:42:12
Meine Frage:

Was ist denn d. M. nach bindend: Dass die Reederei sich versichert, oder dass ich als Eigentümer des Transportguts das tue?

ist damit aber nicht beantwortet.

Ich habe volles Verständnis dafür, dass du kein Jura studieren willst. Ich bitte aber auch um Verständnis, dass ich kein Italienisch lernen will, um die Haftungsbedingungen von Grimaldi zu verstehen.

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Manfred Franz am 30.08.09 um 13:09:05
Ja Luther, Du brauchst kein italienisch zu lernen - die Haftung von Grimaldi hab ich oben doch schon kopiert (in deutsch).
Du weisst doch - auf hoher See und vor Gericht ...
Wobei bei der Haftung sicher unterschieden werden muß zwischen Diebstahl, Beschädigung, Totalverlust etc.
Das ist eine dermaßen komplizierte Sache, die ich Dir auch nicht verbindlich sagen kann.
Vielleicht gibt es ja hier im Forum Rechtsanwälte mit dem Spezialgebiet Seerecht (?)
Ansonsten müssen wir warten bis meine Tochter mit dem Studium fertig ist.


Zitat:
die Haftungsbedingungen von Grimaldi

Siehe hier unter "Accompanied Vehicles": [Member-Link]  Bitte Einloggen oder Registrieren

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von ursus am 31.08.09 um 12:34:42
Hallo,
Eine kurze Info zur Kopie meines Beitrages von einem Forum ins andere hätte ich gut gefunden. Um nun allen Ungläubigen den Wind aus den Segeln zu nehmen:
Der Schalter ist tatsächlich bereits irgendwo zwischen der Abgabe des Fahrzeugs in Hamburg und der Ankuft in Buenos Aires auf der Grande Brasile geklaut worden. Muss ich mich hier noch wegen zeitlich später 'Ins Netz Stellung' rechtfertigen? Ich habe auch andere Dinge zu tun. Bei meinem letzten Beitrag hatte ich einfach keine Zeit mehr, hierüber zu berichten.
Also bitte versteht meinen Eintrag als reinen Hinweis für alle Reisenden, die daraus selber ihre Schlüsse ziehen können. Ich habe nicht gesagt, dass dieser Fall Normalität ist, will keinen beschuldigen oder sonst irgendetwas. Fakt ist, es ist uns wirklich passiert.
Gruß
ursus

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Klaus Därr am 31.08.09 um 14:37:15
Hallo ursus,
vielen Dank für Deinen Bericht. Du bist in keiner Weise genötigt Dich zu rechtfertigen, sondern ich freue mich, dass Du hier schreibst.

Titel: Re: Erfahrungsbericht Grimaldi RoRo-Verschiffung
Beitrag von Tools-Office am 04.10.09 um 14:27:17
Wir verschiffen seit 15 Jahren Fahrzeuge nach Africa und Arabien und es werden bei allen Reedereien nach Africa Fahrzeuge aufgebrochen.
Wir schweißen für unsere Kunden bei Bussen und LKW´s die Türen des Laderaumes zu. Trotzdem wird ca. jedes 2 Fahrzeug aufgebrochen, meistens im Schiff während der Fahrt.
Beschwerden im Löschhafen sind fast immer nutzlos. Bei Grimaldi besteht die Möglichkeit die Fahrzeuge gegen Aufgeld mit Vip zu versenden. Einzigste sichere Verschiffung ist im Container.
Dieses bezieht sich auf die Frachtschiffe. Auf Schiffen wo die Reisenden mitreisen haben wir keine Erfahrung.

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