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Abzockerei an den Viktoria Fällen (Gelesen: 17393 mal)
Wanderfalke
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Abzockerei an den Viktoria Fällen
18.10.05 um 07:18:48
 
Betritt mann auf den sambischen Seite das Gelände der Viktoria Fälle, muß man Eintritt entrichten. Das ist aber nicht alles. In der trockeneren Zeit ist es möglich, an der Kante weit vor zu gehen. Da sitzt dann eine Truppe von Schwarzen und verlangt von jedem Weißen noch einmal 25 Dollar. Die Schwarzen werden kostenlos vorbeigelassen. In Livingstone verlautete dazu, dass dies zwar illegal sei, aber von den Behörden geduldet würde. Wenn man die Iguassufälle und die Niagarafälle kennt, muß man sich das mit dieser Abzockerei nicht antun. Der schöndere Blick auf die Viktoriafälle ist sowieso der von Simbabwe aus. Leider ist es aber so, dass man, wenn man in Sambia ist, noch einmal Visumgebühren entrichten muss, wenn man mal kurz rüber nach Simbabwe will.
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Lothar
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Beiträge: 26
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Hallo WanderfRe: Abzockerei an den Viktoria Fällen
Antwort #1 - 18.10.05 um 10:59:16
 
Hallo Wanderfalke,

diese Art Abzocke findete man in Afrika leider überall. Früher (vor einigen Jahren) lagen die Abzockbeträge noch bei 1-2 Dollar, in letzter Zeit werden die Abzocker immer dreister und die eingeforderten Beträge liegen schon weiter über 10 USD. Die verantlichen Stellen dulden dieses, wenn sie es nicht sogar unterstützen, da sie häufig selbst davon profitieren.

Das liegt daran, dass "Weisse"-  nicht nur die Touristen - als wandelnde Geldboten angesehen werden, die als Lösung der afrikanischen Geldsorgen  herhalten sollen - und das ist auch nicht verwunderlich, denn so treten die Weissen (und zunehmend die Asiaten) in Afrika auch auf:

Die Entwicklungshilfe versenkt ja Unmengen von Dollars in Afrika und Touristen bezahlen anstandslos Unsummen für zweifelhafte Gegenleistungen. Kein Wunder, dass die "Abzocker auf der Strasse" sich an diesem Geldsegen beteiligen wollen.

Was tun ? - Möglichst nicht zahlen !

"I don´t pay, because you are not authorized by government to collect fees"

Das führt u.U. zu Diskussionen und ist nervig, aber anders geht es nicht, da der Abzockebetrag mit Sicherheit weiter steigt, wenn gezahlt wird. Durch Verhandlung und Hartneckigkeit ist häufig etwas möglich, aber Spass macht das nicht. 
Bei solchen Verhandlungen erzähle ich, dass ich immer mehr Leute kenne, die Aufgrunde der Preise nicht mehr nach Afrika kommen werden und ihr vieles Geld woanders ausgeben - das macht sie schon nervös ....   

Ich fürchte, erst wenn die großen Touristikunternehmen einen Rückgang der Buchungen spüren, den sie dann auch noch auf die Abzocke zurückführen, könnte über politischen Druck etwas passieren, aber es sieht z.Zt. nicht danach aus.

Afrika - wo viel Licht ist, ist eben auch viel  Schatten - leider


Gruss
Lothar
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Helmut_P
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Re: Abzockerei an den Viktoria Fällen
Antwort #2 - 19.10.05 um 09:47:44
 
Hallo zusammen
Wenn mann wirklich Sambia für ein paar Tage verlassen will, kann man sich für ca. 1 Euro ein Re-Entry-Visa beim Immigration Office (In Livingstone in der Mosi-Oa-Tunya Road/ Ecke Airport Rd.) ausstellen lassen. Damit kann man bis zu 7 Tage ausreisen ohne ein erneutes Visa zu brauchen.
Für einen Kurzbesuch auf Zimbabwes Seite bringt dies allerdings auch keine Kostenersparnis, du brauchst ein Visa, Tagesvisas gibt es glaube ich nicht, 30 US und mußt anschließend ganz offizell 20 US Eintritt bezahlen um in den NP an die Fälle zu gelangen.
Wer nicht das Glück hatte in früheren Jahren für 3 US schon mal die Fälle zu besichtigen, wird oft die teuren Eintrittspreise bezahlen, man ist ja nur "einmal" an den Viktoria-Fällen.
Die Schere zwischen "Leistung" und Preis ist manchmal sehr weit offen, wenn meine "Schmerzgrenze" erreicht ist und ich in Verhandlungen den Preis nicht drücken konnte, dreh ich auch oft wieder um, und suche mir irgendwo im Busch ein Plätzchen zum übernachten. Die warme Dusche wird dann zwar ersetzt, aber der Gedanke 15 US/ Person gespart zu haben ist auch ein ganz netter.
Gruß Helmut
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anddor
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Re: Abzockerei an den Viktoria Fällen
Antwort #3 - 19.10.05 um 19:26:11
 
Hallo,

in der Tat, die Art der Abzockerei ist wohl nicht mehr weg zudenken. Der Grenzübergang nach Zimbabwe hat dem Ganzen, meines erachtens die Krone aufgesetzt !
Da Sambia gerade im kommen ist, finde ich das der Saat da etwas tun muß. Wenn viele Leute an den Vic.-Fällen durch solche Situationen schon abgeschreckt werden, fällt es Ihnen schwer weitere Touren durchs Land zu unternehmen. Ich denke eine Diskusion, um nicht zu zahlen, ist sicherlich angebracht !
Gruß
anddor
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Erika Wagner
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Re: Abzockerei an den Viktoria Fällen
Antwort #4 - 13.11.05 um 15:46:34
 
Hallo Reisevögel

Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Abzockerei in Afrika immer unerträglicher wird. Als wir im Januar 05 in Zambia die Strecke Sesheke-Sioma-Mongu  am Zambezi entlang machten, kamen wir am 2. Tag, als wir den Distrikt Shangombo erreichten, zu einer Strassenbarriere und mussten für die Durchfahrt 65'ooo Kwacha (ca. 13 US-Dollar)  wegen den ausländischen Nummernschildern hinblättern. Vermutlich hat der dort ansässige Häuptling eine neue Einnahmequelle entteckt. Dass das Geld für den dringend nötigen Strassenbau benützt wird, glauben wir kaum. Bleibt nur zu hoffen, dass die Strasse von den dort verkehrenden UNO-Fahrzeugen mal so zerwühlt sein wird, dass da gar kein Tourist mehr hin fährt.

Auch beim Ueberqueren des Zambezi bei Sitoti
mussten wir für die Fähre aufgrund unserer Herkunft den doppelten Preis bezahlen, nämlich 160 Rand.

Umso grösser war die Ueberraschung für uns, als wir bei der Livingstone-Campsite in Livingstone einen Spezialrabatt für das Uebernachten bekamen, weil wir Afrika-Fahrer sind. Das gibt es also auch!

Grundsätzlich haben wir den Eindruck, dass die Afrikaner (Weisse und Schwarze) das Gefühl haben, alle Europäer hätten eine Gelddruckmaschine, mit der uneingeschränkt Nachschub produziert werden kann. Von Kapstadt bis Kampala gelten für Touristen andere Preise wie für Einheimische. Was würden die wohl sagen, wenn wir das hier in Europa mit ihnen machen würden? Wenn man in den Flugzeugen mal ins Erstklassabteil schaut, merkt man gleich, dass es genügend Afrikaner mit einem dicken Geldbeutel gibt.

Schade, dass es soweit gekommen ist, diese Preispolitik hinterlässt bei uns jeweils einen bitteren Nachgeschmack. Eines Tages werden wir Afrika den Rücken zukehren, denn wir kommen uns von Jahr zu Jahr verarschter vor.

Ja, das musste halt auch mal gesagt werden, wunderbarer Kontinent hin oder her. In 2 Wochen werden wir wieder dort sein, und uns an der grandiosen Landschaft und Tierwelt erfreuen.

Erika + Toni   

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Lothar
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Beiträge: 26
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Re: Abzockerei an den Viktoria Fällen
Antwort #5 - 13.11.05 um 21:18:43
 
Hallo Erika & Toni,

über die Abzocke in Afrika ließen sich Bücher schreiben ....

- da werden Brücken extra nicht mehr repariert, weil man für jede Hilfsaktion abkassieren kann,
- für Campsites, die ihren Namen nicht verdienen, da ohne nennenswerte Infrastruktur, werden Fantasiepreise verlangt.
- da versuchen selbsternannte Ranger am Rande von Nationalparks Eintrittsgebühren abzugreifen.
- selbst für übelste Pisten soll man Gebühren zahlen
- für die simpelsten Dienstleitungen erwartet man fürstliche Entlohnung
usw.

Selbst die weissen Afrikaner versuchen ihre "Artgenossen" auszunehmen, besonders KFZ-Werkstätten entwickeln manchmal einen unglaublichen Ehrgeiz, für schlechte Leistungen möglichst viel zu kassieren, insbesondere wenn die Nationalität nicht passt.

Aber nicht zuletzt sind auch die Geberländer der Entwicklungshilfe daran schuld, die in unzähligen Projekten den Afrikanern gezeigt haben, wie man mit Touristen leichtes Geld verdienen kann.
Dieses Konzept wurde dankbar aufgegriffen und bis zum Exzess weiterentwickelt.

Und jetzt sollen die Entwicklungshilfebudgets für Afrika noch deutlich erhöht werden - genau das richtige Signal :
"Wir haben immer noch Geld über ..."
.... die Abzocker werden sicher schon die Ohren spitzen.

Eigentlich sollte man die Höhe der Entwicklungshilfe vom Fortschritt bei der Bekämpfung der großen und kleinen Korruption abhängig machen.

Aber was können wir Traveller tun ?

Vielleicht sollte man eine "Schwarze Abzockerliste" erstellen, aus der hervorgeht, wo und wie abgezockt wird; z.B. nach Ländern sortiert. So hätte man eine Chance, sich vorher auf die Situation einzustellen oder ggf. zu vermeiden.


Trotzdem - alles Gute für die nächste Afrikareise

wünscht Lothar
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anddor
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Re: Abzockerei an den Viktoria Fällen
Antwort #6 - 10.02.06 um 14:24:26
 
Hallo,

habe ich gerade entdeckt, so geraden Sie noch weiter ins ABSEITS:

> MOTORING MATTERS
>
> 1. BORDER FEES FOR MOTORISTS VISITING ZIMBABWE:-
>
> Substantial amounts have to be paid in forex by visiting motorists in 2006, especially with regard
> to Carbon Tax. It appeared originally that the Carbon Tax fees announced for visitors were
> annual fees, but these have since been confirmed as payable for a 30 day period only.
>
> Carbon Tax:
>
> Up to 1500 cc US$72 for 30 days
>
> 1501 cc - 2000 cc US$132 for 30 days
>
> 2001 cc - 3000 cc US$180 for 30 days
>
> 3001 cc and above US$360 for 30 days
>
>
> Road Access Toll: Rand 60 or Pula 50 (US$10)
>
> In addition, SA visitors also have to pay:
>
> Beitbridge Toll: Rand 50
>
>
> 2. NEW BEITBRIDGE TOLL FEES:- for Zimbabwean vehicles
>
> Motorcycles Z$325 000,00
>
> Light Vehicle Z$650 000,00
>
> Heavy Vehicle Z$1 840 000,00
>
>
> 3. ROAD ACCESS FEE AT BORDERS:-
>
> Paid on entry only into Zimbabwe
>
> Light Vehicle Z$300 000,00
>
> Heavy Vehicle Z$600 000,00
>
>
> 4. INTER-CITY TOLLS:-
>
> The implementation of these tolls has been delayed until 1st April 2006.
> Construction of toll gates at designated points on the National road
> network is reportedly already under way. Some known toll-gate locations
> are:-
>
> 147km peg on the Gweru-Byo Rd
>
> 47km, 176km, and 343km pegs on Byo-Vic Falls Rd (on the road to Hwange!)
>
> Fees to be charged are unknown but foreign motorists will no doubt be
> expected to pay in forex.
>
> 5. CARBON TAX LEVY ON FUEL IMPORTS:-
>
> Private individuals importing fuel are being required to pay Z$1000 / litre Carbon Tax levy, plus
> any other duties liable.
>
> 6. CURRENCY ALLOWANCE:-
>
> Representations have been made to the Ministry of Finance by the AAZ regarding the ludicrous
> situation whereby local residents are only permitted to export Z$300 000 in cash but are
> required to pay toll fees on their return amounting to as much as Z$2,5m (in the case of a heavy
> vehicle).
>
> AUTOMOBILE ASSOCIATION OF ZIMBABWE

Alleine die Fahrt nach Zimbabe mit einem Landrover sind also 360US$ + Sprit Zoll!!!

Gruß
anddor    Ärgerlich weinend Ärgerlich
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Andreas_Cierpka
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Re: Abzockerei an den Viktoria Fällen
Antwort #7 - 06.02.07 um 13:57:01
 
> Carbon Tax:
> Up to 1500 cc US$72 for 30 days
> 1501 cc - 2000 cc US$132 for 30 days
> 2001 cc - 3000 cc US$180 for 30 days
> 3001 cc and above US$360 for 30 days

Das war ein Fehler! Die Kosten sind fuer ein Jahr! also 15 US$ for 2001 cc - 3000 cc


> 4. INTER-CITY TOLLS:-
kommt mal vielleicht, war aber im Mai 2006 noch nicht vorhanden.

> 5. CARBON TAX LEVY ON FUEL IMPORTS:-
Fuer 50 l waren das etwa 2US$
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wolf
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Re: Abzockerei an den Viktoria Fällen
Antwort #8 - 22.02.07 um 14:47:03
 
In Zambia wird jetzt zur Carbon Tax zusätzlich eine Road Tax erhoben, für unseren Truck liegt die so bei 200 US$.
Eine Einreise "kurz mal" wegen der Fälle oder wg. Carnet ist damit extrem verteuert. Ein Land in dem alles sowiso schon erheblich tuerer ist als in den umliegenden Ländern sollte aufpassen, daß es sich nicht den gerade etwas aufkommenden Tourismus gleich wieder abwürgt.
Eine Umgehung dieser Länder ist kaum noch möglich s.o.

Gruß Wolf
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