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Sicherheit beim Reisen - wo liegt das Gefahrenpotential (Gelesen: 2670 mal)
Themen Beschreibung: und wie reagiert man richtig?
Matthias_Kube
WR-F Junior
**
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Beiträge: 17
Reputation: 0

Reichling
Geschlecht: male
Sicherheit beim Reisen - wo liegt das Gefahrenpotential
22.03.07 um 08:52:45
 
Hallo Reisende,

wenn ich hier das Thema Sicherheit so anschaue fallen mir zwei Gruppen auf:

- Der passive Teil - oft erfahrene, ältere Reisende.
- Und der "ich bin jeder Situation gewappnet"(e) Teil.

Vielleicht sollte man vorab klären wo überhaupt die Gefahrenpotenziale liegen. Zuerst mal beim Reisenden selber. Er sucht sein Ziel aus, damit auch die eventuell zu erwartende Situation.

Reise ich alleine oder suche ich den Schutz einer Gruppe? Mehrere Personen als Gruppe auftretend bieten sicherlich mehr Schutz vor dem Einzeltäter, mehr aber oft auch nicht. Nicht zu vergessen, dass durch mehrere Personen auch die Möglichkeit des Fehlverhaltes Einzelner (unangebrachtes Auftreten, Verursachen von Unfällen etc.) auf die Gruppe und damit ALLER dort Reisende abfärbt. Also: Schließe ich mich bewußt einer Gruppe an und wenn ja welchen Personen? Gruppenreisen bieten gerade unerfahrenen Reisenden oft einen ersten Einblick.

Ich gehe hier bewußt nicht auf Einzelsituationen wie Stellplätze, Städte etc. ein, hier varieren die Möglichkeiten von Region zu Region viel zu sehr.

Aber:
Wie trete ich auf?
Bin ich verunsichert weil die Wahl meines Reiselandes mich eventuell momentan überfordert?
Muss ich wirklich immer und überall alles gesehen haben und damit auch gesehen werden? Was ist schlimm daran eine Reiseroute (und sei sie angeblich noch so schön) nicht anzutreten, da mir die Sicherheitslage nicht ausreichend erscheint? Gewinne ich durch diese subjektive Einstellung nicht viel mehr Selbstbewußtsein als jeder aktive "Selbstverteidigungskämpfer" der sich gerade mal eben zwischen Milizen wiederfindet?

oder aber:
Bin ich selbst gereizt, weil mein Fahrzeug gerade defekt ist, ich von Kindern um ein paar unnötige Dinge erleichtert worden bin und provoziere Eskalation SELBST? Sích bestehlen zu lassen ist sicher nicht der Sinn der Reise. Aber wie sieht es von AUSSEN betrachtet aus wenn man als Erwachsener auf ein Kind oder Jugendlichen losgeht nur weil es den "goldenen Kugelschreiber" gemopst hat? Wie würden Sie reagieren wenn Sie den Vorgang nicht kennen sondern nur den aggressiven Ausländer sähen?
Mässigung und Ruhe ist also angesagt. Ich plane eine Reise - ich plane mein Verhalten, anstatt Aggression - WUT (dazu gehört unter Umständen auch cholerisches Schreien) setze ich meinen Verstand.

Und dann passiert es doch:

Was dann? Wie beschrieben die zehn Kampfsportarten aus dem Ärmel schütteln? Deeskalation hat nicht funktioniert, Rückzug geht auch nicht mehr, weil ich gerade so unglücklich in eine Situtation geraten bin dass an Flucht nicht mehr zu denken ist.
Dann überlege (seit dem ich Älter geworden bin..) ich, ob da nicht ein Satz ist, der an die Ehre des Einzelnen gerichtet ist. Ich werde nicht MEHR aggressiv sondern verhalte mich passiv und in jedem Fall nicht provozierend. Auch wenn es mir wie vielen Anderen (Erfahrenen) geht, unter Umständen das ein oder Andere zu verlieren.

Das mag vielleicht frustrierend sein, aber man lebt länger. Denn die Personen um´s Eck oder die auf mich gerichtete Waffe kenne ich nicht und sehe sie so hoffentlich auch nicht.

Und für alle die jetzt sagen: Aber was wenn es doch zur Gewalt kommt?
Niemand hier kennt das richtige Verhalten. Eine Situation eskaliert unter tausend verschiedenen Gesichtspunkten und mit ebenso viel Nuancen. Habe ich aber vor der Reise ein wenig nachgedacht dürfte ich jetzt eher nicht in zehn blanke Läufe sehen. Denn diesen Kick habe ich mir vorsichtshalber erspart. Hier entscheidet jeder für sich, dieses Risiko - so minimal es auch immer ist -  bleibt bestehen.  

Nichts gibt wirklich Sicherheit. Der Gedanke daran das die Ärmsten Menschen oft das Wenigste noch mit Dir teilen und Du auch nicht von jedem um Dein Leben beneidet wirst, hilft vielleicht ein wenig.

Gewalt liebe Freunde erzeugt Gewalt. Man findet sich  oft nicht von selbst in solchen Situationen wieder. Ein paar Abstriche hier und da, ein kleines Lächeln hilft auf Reisen viel mehr als jede Kampfsportart.

Davon bin ich überzeugt.

Gute Reise
Matthias
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