Willkommen im Weltreiseforum für Selbstfahrer, Gast.
Wenn dies Dein erster Besuch ist, lies bitte zuerst die Hilfe - Häufig gestellte Fragen durch. Du musst Dich vermutlich Einloggen oder Registrieren, bevor Du Beiträge verfassen kannst. Klicke auf den "Registrieren" Link, um den Registrierungsprozess zu starten. Du kannst aber auch jetzt schon Beiträge im Weltreise-Forum lesen.
News-Click Aktuelle Forum-News für Mitglieder
Weltreise-Forum


 
Willkommen im Weltreise-Forum.info

  Reiseforum für's Reisen mit Fahrzeug
  ÜbersichtHilfeSuchenEinloggenRegistrieren WRF Weltreise-Links Workshop Geld & Reise  
 
Seiten: 1 2 
Thema versenden Drucken
Die Wahrheit über Amerika im Camper ... (Gelesen: 22712 mal)
Themen Beschreibung: USA im WoMo: Verflogen der Duft von Freiheit und Abenteuer
kasparides
WR-F Junior
**
Offline



Beiträge: 18
Reputation: 0

München
Geschlecht: male
Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
21.06.07 um 01:23:35
 
Provokant, wie man mich kennt, möchte ich heute ein kurzes Resume, und vielleicht etwas Ernüchterung an künftige USA-Reisende posten, die vor haben das Land der unbegrenztem Möglichkeiten mit einem Reisemobil zu ergründen.

Wir haben unseren Camper nach Halifax verschifft und ein halbes Jahr Amerika bereist. Beileibe haben wir nicht alles in USA gesehen. Dazu war die Zeit viel zu kurz und ich möchte nochmals betonen das Nachfolgendes nur unsere persönlichen Eindrücke sind:

Wer mit einem Reisemobil durch die USA fährt erwartet offene Weite, riesige Freiheit und grandiose Natur. Irgendwo an einem Seeufer zu campen und nach dem Abendessen mit einem Glas Wein in die untergehende Sonne blinzeln.
Vergesst es!

Wer glaubt wir hier in Europa, speziell Deutschland oder der Schweiz wären totreguliert - der war noch nicht im "land of the free"!
Da helfen auch die wirklich freundlichen, hilfsbereiten und netten Menschen nicht: Amerika leidet unter einer schweren Paranoia.
Freies Campen ist in USA so gut wie nirgends erlaubt. Ja, oftmals nicht mal parken.
Ich weiss, da gibt es noch das BLM-Land wo es erlaubt ist, doch das ist kaum zu finden, schon gar nicht wenn die Zeit des Reisenden begrenzt ist.
Selbst auf den überdimmensionalen, abends völlig leeren Parkflächen innerhalb von Ortschaften ist das Übernachten im Fahrzeug in USA strengstens verboten.
Ebenso entlang der Highways und auf den meisten Rastplätzen.

"Begrenze deinen Aufenthalt auf 8 Stunden!", steht dort auf Tafeln und wir schliefen immer mit dem etwas unguten Gefühl dass der Sheriff uns fortjagen könnte.
"No overnight parking" - das ist eindeutig. Aber es geht noch besser:
In Derby, einem verschlafenen Örtchen am Ufer des Erie-Lakes fand ich Schilder die jegliches "Parken" auf öffentlichen Straßen zwischen 22 Uhr abends und 7 Uhr morgens kategorisch untersagten.
Ein parkplatzfreier Ort quasi. Wer also niemanden in Derby kennt der ein Privatgrundstück besitzt, oder in einem der Motels übernachtet und sein Fahrzeug auf deren Parkplatz abstellt - der muss Derby unverrichteter Dinge wieder verlassen.
Nun hab ich Derby nur als Beispiel genommen. Man muss dort nicht gewesen sein. Aber so ging es uns dauernd! Innerhalb der "city-limits" (deren Begrenzungen nirgendwo ersichtlich sind) kann einem passieren das nachts der Sheriff gegen die Wohnmobil-Tür wummert und einen auffordert zu verschwinden (get going!).

In den Nationalparks gibts schöne (teuere) Campgrounds, oft ohne Dusche, aber wunderbar gelegen und im Sommer meist überfüllt. Private Plätze gibts wie Sand am Meer. Betonierte Flächen mit "full hook-up", was bedeutet das Strom (110 V), Wasser und Abwasser fest angeschlossen werden. Gemütlichkeit ist anders! Diese Plätze kosten von 20 Dollar aufwärts. Der teuerste (in Key West) verlangt das stolze Sümmchen von 100 Dollars.
Natürlich ist die Natur Amerikas sehenswert.
Und ohne Camper muss man die Nationalparks abends verlassen und sich ein Motel suchen. Doch Amerika besteht nicht nur aus Nationalparks. Dann wird es schwer, außer man nutzt den ausgelutschten "Geheimtip" auf den parking-lots von WallMart zu übernachten. Eine Notlösung.
Selbst tagsüber, entlang der "California one", die sich von der Küste Oregons bis nach San Diego erstreckt will man - nur fürs parken - eine Gebühr von mindestens 5 meist aber 10 Dollar tagsüber!!! (Wenn das der Stoiber wüsste!)
Schon aus stillem Protest haben wir uns oft "freie Plätze" gesucht, dort wo wir nur übernachten wollten. Diese Erlebnisse haben aber den Spass an der Reise deutlich reduziert.
Nirgendwo sonst in irgend einem Land habe ich dermaßen viele, ja penetrante Verbots-Schilder gesehen (und fotografiert) wie in Amerika.
Ich schreibe das, nicht um Amerika schlecht zu machen. Das liegt mir fern!
Ich will nur jedwede Illusion zurecht rücken was das freie, ungebundene Campingleben abseits von kostenpflichtigen Campingplätzen in dieser unvorstellbar riesigen Natur dieses wunderschönen Landes angeht.
Leider!
Und die Gründe dafür, diese krankhafte Paranoia ist eben nicht erst seit dem elften September existent. Nein, dies ist gewachsen. In einem Land, in dem fast jeder Zweite mit einer Schusswaffe rum läuft und in dem sich die Medien gierig auf jede Sensation stürzen findet man an Highways im Süden Tafeln mit folgendem Text:
"Diese Raststätte wird 24 Stunden, 7 Tage die Woche von bewaffneten Patrollien zu ihrer Sicherheit geschützt!"
Viele Amerikaner sind vorsichtig. "Neighbourhood-Watch", solche Tafeln finden sich in vielen Comunities. Und die vielen Schilder spiegeln die Hilflosigkeit der Sheriffs, die sagen wollen: "Seht her Freunde (Wähler), ich habe was unternommen. Ich trage keine Schuld!"
Zuletzt fällt mir noch die "low-profile"-Variante meiner Freunde von der Budget-Fraktion ein:
Sich irgendwo im Dunklen mit seinem Gerät, das am Besten einem Lieferwagen ähnelt in einer dunklen Ecke verstecken um nicht aufzufallen. Kein Licht und Türen und Fenster geschlossen! Und morgens früh um sieben verschwinden. Mag sein das dass funktioniert. Mir würde das Reisen so keinen Spass machen ...
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
woming
WR-F Vollmitglied
***
Offline


just do it

Beiträge: 66
Reputation: 0

€pa
Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #1 - 21.06.07 um 09:44:50
 
hattet Ihr ein Notebook mit?

kürzlich war zu lesen, dass an der US-Grenze ein Notebook
VERDACHTSUNABHÄNGIG konfisziert werden darf.
Es könnte ja was drauf sein, das ....
ja was eigentlich?

Evtl bekommt man es später irgendwann wieder zurück,
wenn man es auf eigene Kosten abholt. Oder auch evtl nicht  Traurig

Ist schließlich alles für die Sicherheit 
was auch immer das sein mag ???

woming
Zum Seitenanfang
 
Homepage  
IP gespeichert
 
kasparides
WR-F Junior
**
Offline



Beiträge: 18
Reputation: 0

München
Geschlecht: male
Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #2 - 21.06.07 um 11:45:31
 
Ja, hatten wir dabei. Die Grenzkontrollen waren ganz normal. Nach Notebook oder anderem wurde nicht gefragt.
Wie aber allgemein bekannt ist hat der jeweilige "Immigration officer" sehr weitgehende Rechte, kann sogar trotz gültigem Visa die Einreise verweigern und so würde mich nicht wundern wenn er auch dein Notebook konfisziert, falls er einen Verdacht hat.
Peter
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
TropicHeat
WR-F Vollmitglied
***
Offline


My home is on the road

Beiträge: 71
Reputation: 0

zuhause: Byron Bay/Australien
Geschlecht: male
Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #3 - 29.06.07 um 01:38:36
 
Im Prinzip muss ich dieser Einschaetzung [leider] zustimmen!

Was nicht genannt wurde: speziell in duenn besiedelten Gebieten faehrt man oft entlang Meilen und Meilen von Zaeunen (oder gar nur Waeldern ohne Einzaeunung), und alle halbe Meile sieht man wieder ein leuchtfarbendes Schild "Posted" (das genuegt) oder "No Trespassing" oder "Private Property - Keep Off"... Also, wie z.B. in Teilen von Australien, nachts ueber's erste Gate in eine Cattle-Ranch zu fahren und dort zu schlafen, ist auch nicht moeglich!

Wir haben RV-Parks vermieden wie die Pest, denn das ideale Grundstueck fuer einen Trailerpark scheint zwischen einem Interstate-Highway und einer vielbefahrenen Eisenbahn-Linie zu sein = da ist dann sogar WalMart ruhiger!!! Und in dichtbesiedelten Gegenden sind oft Motel-Zimmer mit Parkplatz billiger als RV-Parks (z.B. in LA, NY, und Miami).

Aber:
* es gibt National Forests, wo jedermann frei campen kann - mehr im Westen und Suedwesten als im Osten. Dies wird nicht sehr publik gemacht: Federal Land is Public Land!
und
* Stateparks und ab-und-zu Cityparks - in den USA oft in den malerischsten Gegenden, oder manchmal sogar am Rand oder innerhalb der Grossstaedte... Dort sind die Campingplaetze etwas weiter auseinander, oft mit dichtem Gruen zwischen den einzelnen Stellplaetzen, und es gibt oft exzellente Duschen und Toiletten (allerdings selten sogen. "Full Hook-Ups") fuer relativ wenig Geld (ca. $15-20). Verglichen mit kommerziellen Trailer Parks, die wirklich oft die Romantik eines Kaufhausparkplatzes haben, ist das billig.
Die besten Parks haben wir in Florida und Oregon gefunden, und dann noch einige Rosinen in anderen Teilen des Landes, z.B.
[Member-Link]  Bitte Einloggen oder Registrieren
[Member-Link]  Bitte Einloggen oder Registrieren

In Kanada ist die Situation aber wesentlich besser: dort findet man noch versteckte Plaetze wo man direkt am See stehen kann, und viele, selbst kleine Orte haben freie "Dump Stations" oft direkt neben der Touristen-Information!

Allerdings: selbst in dem abgelegensten Park zur ausgefallensten Jahreszeit (im Schnee) haben wir nie alleine gestanden - die Camping-Romantik muss man sich wohl abschminken!  unentschlossen
Zum Seitenanfang
 

von 03/06 bis 04/09 unterwegs von Nord- nach Sued-Amerika, jetzt wieder zuhause (Australien): [Member-Link]  Bitte Einloggen oder Registrieren (in Englisch) mit GPS Listen f. Camping Optionen, etc.
Homepage  
IP gespeichert
 
Fritz
WR-F Vollmitglied
***
Offline


I love YaBB 1G - SP1!

Beiträge: 71
Reputation: 0

Geschlecht: male
Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #4 - 29.06.07 um 21:43:11
 
Hallo!

Ich kann die Einschätzung nicht so ganz teilen. Bin dort (1998) auch gut 7 Monate mit dem eigenen WoMo rumgefahren (aber auch Canada und Alaska) und habe die Einschränkungen nicht als so drastisch empfunden. Wenn ich mal in Städten war, habe ich aber auch immer einen Camping Platz aufgesucht und mich dann mit  Bus/Bahn bewegt.
In den angelaufenen National Parks war ich dann auch (zwangsweise) fast immer auf den CP`s. Aber darüber hinaus (und das waren über 50 % der Nächte) habe ich immer ein (schönes) Plätzchen gefunden.

Bin auch für über 12 Monate in Australien/Neuseeland mit dem WoMo gewesen und sehe hinsichtlich freier Stellplätze keine wesentlichen Unterschiede zu den USA.
In den Städten, Campingplatz, in den NP`s auch, ansonsten keinerlei Probleme.

Gewisse Probleme gab es immer, wenn man in der Nähe der Millionäre am Strand stehen wollte, das war immer in allen Ländern so.

Ich bin seit 35 Jahren WoMo-Urlauber und die Beschränkungen in Europa empfinde ich inzwischen als so  nervig, dass ich das WoMo nicht mehr nutze. Ich möchte wohl mal wieder nach Island (war 1968/69 und in den 80ger-Jahren dort oft dort), aber davon höre ich auch nur noch (negative) was über Beschränkungen.

Gruß

Fritz
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
kasparides
WR-F Junior
**
Offline



Beiträge: 18
Reputation: 0

München
Geschlecht: male
Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #5 - 29.06.07 um 22:16:53
 
Hallo Fritz,
was du schreibst mag 199something noch gestimmt haben. Wir trafen uns mit Freunden in Cody und waren 2 Wochen zusammen (Yellowstone, Glasier und dann Richtung Banff) und unsere Bekannten waren ziemlich genervt WIE reguliert inzwischen alles ist und wieviele früher freie Plätze heute Geld kosten. Die Beiden waren Anfang 1990 ca. 3 Jahre in Nordamerika unterwegs und schilderten uns wie schlimm sie die zwischenzeitlichen Veränderungen empfinden.
Mit viel Suchen (und Glück) mag man auf sogenanntem BLM-Land fündig werden. Die Beschreibungen in "Free campgrounds" sind aber alles andere als einfach zu finden. In älteren Ausgaben waren noch 70 Prozent der Plätze kostenlos. In der aktuellen Ausgabe weniger als 10 Prozent.
Von Amerikanischen Campern haben wir nie Tipps zum "frei stehen" bekommen. "Viel zu gefährlich!". Nur eine absolute Minderheit macht sowas in Amerika.
Was wir als sehr unangenehm empfanden war die Unsicherheit obs erlaubt ist oder nicht. Nachts um 2 klopft der Sheriff und meint: "You're inside the city-limits - move!" Und selbst in kleinen Käffern "wirkt" die "neibourhood-watch". Die Leute schauen mißtrauisch was da für ein merkwürdiger Vogel parkt. Und in der Natur (ausserhalb der Stateparks weisst du nie ob du dich nicht auf Privatgelände gestellt hast.
Unsere Bekannten kamen von Florida hoch und erzählten das sie Probleme bekamen ihren Camper vor dem Haus von Freunden zu parken. Sogar das VERBOTEN. Selbst Amerikanische Hausbesitzer dort dürfen ihren Camper nicht auf dem Grundstück parken, sondern nur zum Beladen. Wirklich unglaublich!
Du hast natürlich Recht: In Europa wird es auch immer schwieriger. Den Vogel schießt England ab. Dort ist alles verboten, selbst einsame Plätze hoch oben in Schottland ziert ein "no overnight parking"-Schild. Und ich vermute diese Mentalität ist auch nach Amerika geschwappt.
Ich will nur aufklären was die momentane Realität ist, gerade weil (auch wir) dachten "AMERIKA DAS PARADIES FÜR CAMPER DIE GERN IN FREIER NATUR STEHEN WOLLEN".
Dafür muss man heute nach Argentinien fahren. Dort findet man noch was man sucht.
Schöne Grüße
Peter
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
woming
WR-F Vollmitglied
***
Offline


just do it

Beiträge: 66
Reputation: 0

€pa
Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #6 - 30.06.07 um 12:34:51
 
genau diesen Tenor zitieren mir Freunde, die als Canadier in
USA leben, auch immer wieder. Etwa seit Bush-Aera ist
vieles sehr viel "enger" geworden. Jeder belauert jeden
anderen argwöhnisch. Parallel wird alles bis zum
Exzess durchkommerzialisiert. Liberty ist inzwischen
verdächtig dort   Traurig , punktuell mit  Auswüchsen wie in der
McCarthy-Aera.

Parallel leben andere in dem Land und nehmen dies überhaupt nicht
wahr. Aber sowas kennen wir ja auch aus der deutschen Geschichte.

Tja,
schade.
War mal ein tolles Land.

woming



Zum Seitenanfang
 
Homepage  
IP gespeichert
 
Fritz
WR-F Vollmitglied
***
Offline


I love YaBB 1G - SP1!

Beiträge: 71
Reputation: 0

Geschlecht: male
Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #7 - 01.07.07 um 14:15:17
 
Hallo Kasparides!

Es sind ja immer die Erfahrungen die einen Prägen und die tauschen wir hier aus zum Wohle anderer Reisender, die dort hinreisen wollen.
Bei mir war es 1998, die 8 fehlte. Darüberhinaus war ich für 6 Monate mit Leihcampern dort, zuletzt Sommer 2006. (Immer so 3 bis 5 Wochen)

Ich kann Deine Einschätzung nur in Bezug auf dicht besiedelte Gebiete teilen, für die offene Landschaft nicht.

Key West und freies Campen, wer mag davon träumen, unrealistisch wie freies Campen an den Stränden der Touristenhochburgen im Mittelmeer.

Ein Freund von mir ist gerade seit 8 Monaten mit dem WoMo in Nordamerika unterwegs (3. Reise von je 12 Monaten), hat bisher nichts negatives berichtet.

Die Amis haben immer Angst, die Erfahrung habe ich auch gemacht, die sind auch in Alaska oder Canada fast immer auf den nächsten CP gefahren.

Ich hoffe aber, dass es in der weite des Landes immer noch sehr unkompliziert ist einen Platz zu finden.


Gruß

Fritz
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
kasparides
WR-F Junior
**
Offline



Beiträge: 18
Reputation: 0

München
Geschlecht: male
Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #8 - 01.07.07 um 15:12:16
 
Hallo Fritz,
"in der Weite des Landes", da magst du Recht haben. Aaaaaber, Amerika ist 22 mal so groß wie Deutschland und selbst wenn man ein halbes oder ganzes Jahr Zeit mitbringt muss man eine Route festlegen, um die Hauptsehenswürdigkeiten nicht zu verpassen.
Zugegeben, beim zweiten Mal kann man auch die Ritzen abfahren, weil man dann schon weiss was man will. Nur: Wer das erste mal dort ist wird kaum Gelegenheit haben abseits nach hübschen Plätzchen zu suchen.
Nochmals: Das Land ist riesig! Leute fahren 50 mls. zum Einkaufen. Also blos keine falschen Vorstellungen darüber wie "schnell" man in der Pampa ist. Dazu kommt die ausufernde Besiedlung weiter Landstriche, beispielsweise der Westküste. (Kann man sich alles heutzutage schon vorher in "Google Earth" anschauen).
Camingplätze gibts in USA wie Sand am Meer.
Dort findet man die Monster RV's in Reih und Glied, oft auf asphaltierten Flächen. Gemütlich! Freie Stellplätze um "wild" zu campen sind äußerst rar.
Die Jungs mit den Mietmobilen haben kaum die Zeit um sowas zu suchen. Außerdem sind die Fahrzeuge dermaßen penetrant mit Riesen-Werbebildern beklebt das man überall auffällt.
Was TropicHeat schreibt stimmt nur bedingt: Viele National Forrests (mit schönen Plätzen, immer auch mit Feuerstelle) sind eben heute nicht mehr "free" (meist 15$), leider. Das wärs gewesen!
Wir fanden als kostenlos beschriebe Plätze in National Forrests, wo bereits die Blechsäule neben dem ausgehobenen Loch lag für die "selvregistration". 18$ für nix ausser Plumpsklo. Dahin geht der Trend ...
womings Beitrag beschreibt es gut. Traurige Veränderungen, auch nach Erzählungen von Freunden die Amerika von früher kennen. Alles sei sehr teuer geworden und die Freiräume schrumpfen.
Das die meisten Leute NIE etwas negatives über ihre Reisen erzählen kenn ich schon. Nur ist das eben wenig hilfreich für Neulinge. Wüssten die Leute was ihnen blüht so könnten sie besser abschätzen ob sie das in Kauf nehmen wollen.
Lesenswert in diesem Zusammenhang: [Member-Link]  Bitte Einloggen oder Registrieren.
Amerika im Film und Amerika in der Wirklichkeit - das fand ich bemerkenswert unterschiedlich.
Schöne Grüße

Peter
Zum Seitenanfang
 
 
IP gespeichert
 
Seiten: 1 2 
Thema versenden Drucken