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Die Wahrheit über Amerika im Camper ... (Gelesen: 22711 mal)
Themen Beschreibung: USA im WoMo: Verflogen der Duft von Freiheit und Abenteuer
TropicHeat
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Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #9 - 03.07.07 um 05:21:28
 
kasparides schrieb am 01.07.07 um 15:12:16:
Was TropicHeat schreibt stimmt nur bedingt: Viele National Forrests (mit schönen Plätzen, immer auch mit Feuerstelle) sind eben heute nicht mehr "free" (meist 15$), leider. Das wärs gewesen!
Wir fanden als kostenlos beschriebe Plätze in National Forrests, wo bereits die Blechsäule neben dem ausgehobenen Loch lag für die "selvregistration". 18$ für nix ausser Plumpsklo. Dahin geht der Trend ...


Hallo, Peter!

Sicherlich, wenn Du einen "Camping Platz" im National Forest ansteuerst, dann musst Du dafuer inzwischen fast ueberall bezahlen (den billigsten fanden wir ausserhalb von Taos: $5 mit recht sauberem Plumpsklo...) - aber Du kannst auch eine kurze Logging-Strasse reinfahren und [mit Glueck!] ein schoenes Plaetzchen umsonst finden [mit Pech im Schlamm steckenbleiben = wir laufen dann oft erstmal zu Fuss] - und da kannst Du dann ganz legal stehen [auch wenn 2 Meilen weiter ein offizieller Campingplatz ist]!

Aber wie gesagt: im Prinzip stimme ich Deiner Einschaetzung zu = unsere 10 Monate USA waren viel teurer als das Budget erlaubte, hauptsaechlich auf grund der Camping-Gebuehren und teuren Supermaerkte...

Gruss aus B elize

Juergen
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woming
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€pa
Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #10 - 03.07.07 um 09:29:49
 
TropicHeat schrieb am 03.07.07 um 05:21:28:
unsere 10 Monate USA waren viel teurer als das Budget erlaubte, hauptsaechlich auf grund der Camping-Gebuehren und teuren Supermaerkte...


spendierst Du die Info, wo Ihr kostengünstig gestanden habt?
Inzwischen scheint sich ja auch eine Gegen-Initiative hin
zum boondocking zu bilden (z.B. freecampgrounds.com)

woming

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TropicHeat
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Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #11 - 07.07.07 um 23:23:50
 
woming schrieb am 03.07.07 um 09:29:49:
spendierst Du die Info, wo Ihr kostengünstig gestanden habt?
Inzwischen scheint sich ja auch eine Gegen-Initiative hin
zum boondocking zu bilden (z.B. freecampgrounds.com)

woming



Schockiert/Erstaunt oops - wir haben in den USA & Kanada leider kein Log gefuehrt wo wir ueber Nacht gestanden haben... Haeufig in State Parks [ca.60%], gefolgt von National Parks [~15%], ab-und-zu State Forests [~10%], selten Wal-Mart [3%], selten wild in der Natur[5%], und noch seltener wild in einem Ort...

Wir haben allerdings eine Internet-Liste unserer Campsites angefangen von M exiko an weiter Richtung Sueden: [Member-Link]  Bitte Einloggen oder Registrieren [nachdem wir den Nutzwert fuer andere Reisende erkannt haben...]
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design.fort
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Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #12 - 30.07.07 um 20:44:13
 
An kasparides:

Na wieder einmal die Schwarzmaler und Geizkraegen! Fuer Deinen "provokanten" Text gibt's eine "provokante" Antwort:

Wo, bitte, darf man denn in Deutschland (oder im uebrigen Europa) wild campen? Paranoia wirst Du ja von Deutschland zur Genuege kennen und das nicht nur seit September 11. Deswegen faehrst Du ja in Urlaub...

Amerika und Kanada sind zivilisierte Laender und natuerlich will man in den bewohnten und Touristik Gebieten erstmal das Geschaeft ankurbeln. Die Komunen wollen selbstverstaendlich erst einmal die Campingplaetze, Hotels und B&Bs fuellen, denn die Locals wollen was verdienen. Logisch, oder?

Ich lebe und arbeite seit Jahren in Kanada und das schlimmste was uns passieren kann, sind Touristen die zwar alles proper vorfinden aber unter keinen Umstaenden dafuer bezahlen wollen. Die USA und Kanada hat ein wirklich ausgezeichnetes Netz an National, Provincial und Stateparks, die nette Campingplaetze fuer billigstes Geld haben ($5-$10).
Davon kann sich Europa und besonders Deutschland mal eine Scheibe abschneiden!
Fuer die genannten Geizkraegen die sich nicht mal das leisten wollen kann ich die Parkplaetze der Firma Wal-Mart empfehlen. Sind halt leider nicht sehr idyllisch.

Ich bin schon 4 mal monatelang quer durch den NA-Kontinent gefahren (auch nach 9-11) und hatte nie Probleme mich an einen einsamen See, im Wald oder die Wueste zu stellen.

Wahrscheinlich hattet Ihr nicht genuegend Mumm in den Knochen wirklich abseits der Pfade zu gehen. Das ist die typisch deutsche Paranoia!

Auch ist es kein Problem sich beim Landbesitzer kurz vorzustellen und zu fragen ob man campen darf. Gerade dadurch lernt man die Gastfreundschaft der Menschen richtig schaetzen. Denn viele Land-Besitzer freuen sich auf "zivilisierte" Camper mit guten Manieren.

Darueber hinaus gilt: Wo niemand wohnt, hat auch niemand etwas dagegen wenn man wild campt.
Wer's nicht glaubt, sollte sich mal in den Off-Road Foren kundig machen. Ein Beispiel ist da das ih8mud Forum fuer Toyota Land Cruiser, welches auch eine eigene Sektion fuer Camping gibt. Anzusehen hier:
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Auf diesem Foren gibt es hunderte Beispiele von Campern, die in der Wildnis gecampt haben.
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kasparides
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Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #13 - 14.08.07 um 12:52:38
 
Lieber design-fort,
ich liebe Provokationen.
Aber: In Deutschland darf man überall wo es nicht verboten ist zumindest eine Nacht in seinem Vehikel verbringen! Das ist der Unterschied zu USA! Ich meine der Reisende sollte das wissen bevor er irgendwelchen Illusionen erliegt.
Das es in den USA ein ausgezeichnetes Netz an National, Provincial und Stateparks gibt stimmt. Nur fand ich keinen mehr für 5 oder 10 Dollar. In Deutschland weisen viele Gemeinden inzwischen preiswerte Stellplätze für Reisende aus, die auf den Komfort von Campingplätzen verzichten können.
Das in USA alle bei jeder Gelegenheit Geld verdienen wollen brauchst du nicht extra zu betonen. "Money, thats what its all about!"
Wenn der Bürgermeister den Campground betreibt darf sogar WalMart Reisende nicht auf seinem Parkplatz übernachten lassen. (Gut, das kenn ich auch aus Griechenland. Damit kann ich leben). Fährt man eben woanders hin, hier in Europa. Nicht so im "Land der Freien". Einfach übernachten wo ein Parkplatz ist - nicht in USA! Und darauf wollte ich hinweisen. Das ist der Unterschied zwischen dem "zivilisierten" Amerika und anderen Ländern. Und den Landbesitzer fragen: Wie denn? Wenn schon am Eingang zu seinem Land das Schild "Keep off, Private Property" steht. Ich möchte nicht ausprobieren mit welchem Kaliber der möglicherweise auf mich schießt.
Vielleicht besteht ja auch ein Mißverständnis?
Ich spreche Reisende an die der Illusion von grenzenloser Freiheit im riesigen Nord-Amerika ganz besonders für Camper anhängen und möglicherweise enttäuscht werden.
Nicht "Urlauber" mit Miet-Mobil. Die fügen sich und "nutzen" die Campgrounds. Schon aus Zeitgründen. Reisende dagegen, die monatelang ein Land bereisen, wollen nicht jede Nacht für das Hinstellen und schlafen 20 oder mehr Dollar bezahlen. Wenn du die als Geizkrägen bezeichnen willst - bitte.
Nicht das die Amerikaner unfreundliche Leute wären, sondern weil - und hier ist das Wort angebracht - die allgegenwärtige Paranoia in USA mich erschreckt hat. Immer wenn ich nach "boondocking" (so heisst es dort wenn man frei übernachten will) fragte war die Reaktion ein erstauntes: "No, impossible!", so als verlange ich etwas völlig ungewöhnliches.
Schon aus "stillem Protest" haben wir trotzdem oft "wild" gestanden und wurden nie weg gescheucht, aber oft bedauerten wir an sagenhaften Stränden oder einsamen Wäldern diese unmissverständlichen Verbotsschilder zu finden, deren Sinn und Zweck dir niemand erklären kann. Oder die allgegenwärtigen Blechsäulen für die "selv-registration", verbunden mit der Zahlung eines Obulus für - was eigentlich?
Ich habe im I ran wild übernachtet, in P eru, in I ndien, der T ürkei, in B otswana und B rasilien, also Mumm, glaube ich habe ich genug bewiesen.
Nein, Amerika ist diesbezüglich etwas besonders. Und ich finde künftige Reisende sollten das wissen. Es macht die Reise unnötig teuer und kompliziert. Und - ein billiges Reiseland ist Amerika längst nicht mehr.
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Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #14 - 25.11.07 um 05:36:02
 
Stimmt fast alles!

Habe so ziemlich genau die selben Erfahrungen gemacht und bin nun echt froh, nach Süden zu kommen Smiley

Ich habe aber auch Gegenden bereist wo die Freiheit noch "fast" unbegrenzt ist und das habe ich im dicht besiedelten Europa leider nie erlebt.

Trotzdem Amerika ist ein Kontroll- und Verbotstaat, seit ein paar Jahren ist das ganz schlimm geworden.

Christian
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boppel
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Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #15 - 20.11.11 um 03:05:41
 
Hallo NA-Camper,

das Thema ist zwar schon etwas angegraut, aber ich kann erst jetzt meine eigenen Erfahrungen hier zum Besten geben:

Kanada (mit Ausnhame des Ostens) und Alaska: Es war außerhalb von Städten absolut kein Problem irgend wo am Stra0enrand zu parken. Es gab genügend versteckte Eckchen (meistens kleine Steinbrüche, aus denen das Straßenbaumaterial geholt wird) in denen man weitgehend Sicht- und Windgeschützt übernachten konnte.
Wir sind NIE verjagt worden, weil das verboten wäre. Nur einmal mußten wir aus Sicherheitsgründen (weil die dort Benzin auf einen Berg gepumpt haben) etwas früher abreisen.
Wir haben auch kein einziges mal Probleme bekommen, wenn wir auf einem Parkplatz in einem Park übernachtet hatten (das haben wir nur gemacht, wenn KEIN Schild vorhanden war "overnight parking prohibitet".
Insbesondere an Parkplätzen die am Anfang eines mehrere zig Kilometer langen Trails waren (wie bitte schön soll man den wandern, wenn das Auto nicht über Nacht dort stehen bleiben kann - und notfalls ist man gerade hundsmüde zurückgekommen und kann nicht mehr sicher autofahren) haben wir auch andere Fahrzeuge (und Camper) neben uns gehabt.
Sicher haben wir uns z.B. auch in Vancouver im Botschaftsviertel gefühlt. Dort waren unbeschränkte Parkplätze und natürlich ständige Security-Streifen - die aber nie etwas von uns wollten.
Im Bereich des Industriehafens haben wir am Straßenrand mit einigen anderen Campern genächtigt - es gibt wohl eine Grenze von 72h, danach muß man sich eben eine andere Straße suchen.

Im Westen und Mitte der USA waren die Verhältnisse etwas schwieriger. Wie von Vorrednern erwähnt, beginnt gleich neben dem Asphalt der Privatbesitz - und da sollte man nur mit Erlaubnis des Eigentümers parken.
In Parks haben wir häufug auf den Rest-Areas übernachtet, sofern nicht ausdrücklich "Overnight Parking" verboten war.
Teilweise auch auf den riesigen Parkplätzen der Visitor-Infos (da wurden wir nur einmal im Zion-NP mitten in der nacht von einem Ranger in übelster Weise verjagt - vermutlich hatte dessen Frau mal wieder ihre tägliche Migräne - was bei so einem Typen zu verstehen wäre). Aber auch hier haben wir in wenigen Kilometern Entfernung einfach am Straßenrand geparkt - da standen schon viele andere PKW.

Ansonsten kann man immer auf Rest-Areas an Autobahnen stehen (diese sind im Osten sogar die ganze Nacht über bewacht) - wir haben mehrere "Einheimische" befragt - allein aus Sicherheitsgründen (übernächtigte Fahrer) werden die niemals einen dort aufwecken und wegjagen - sofern man nicht tagelang dort ist.
Auch der Hinweis, daß man nur 6 oder 8 Stunden sich dort aufhalten dürfe - ist niemals durchgesetzt worden. Wir sind teilweise an netten Rest-Areas (die wir nur zum Vespern angefahren hatten, uns aber dann doch sehr gut zur Übernachtung gefallen hatten) über 18h geblieben - die regelmäßig vorbneifahrende Patrouille hat uns garantiert gesehen, aber niemals etwas gesagt.
Weiterhin gibt es natürlich die WalMarts und auch Casinos (sofern sie kein eigenes Hotel haben) bieten auf Nachfrage eine überwachte Parkmöglichkeit an.

Bei National- und State-Parks muß man speziell nach "primitive"-Camping suchen (oder fragen). Jeder Staat bietet detaillierte Unterlagen zu seinen State-Parks und den Campingmöglichkeiten an. Die Primitive-Sites sind zumindest meistens sehr billig (<16,-USD) bis kostenlos.
Mein absoluter Lieblingsplatz war nördlich von Helena (Arkansas) der Mississippi-State-Park. Dort konnte ich für 4,-USD/Nacht bleiben. Frischwasser (kostenlos) und Dusche (warm und Kostenlos ca. 200m weiter an der Day-Area).
Nördlich vom Everglades-NP gibt es den "Burns-Lake" Campground - absolut kostenlos, mit hautnahem "Wildlife" rund um die Uhr (da knurrt dann auch mal der Alligator mitten in der Nacht, nachdem er sich unter dem Wohnmobil häuslich niedergelassen hat - man muß nur aufpassen, daß man morgens im Halbschlaf, beim Toilettengang nicht auf seinen Schwanz tritt Schockiert/Erstaunt  Laut lachend).

Unterwegs habe ich einen schwäbischen "Extremsparer" getroffen. Der hat scih einen Kastenwagen innen zum WoMo ausgebaut. Äußerlich ist (fast) nicht zu erkennen, daß es ein WoMo ist - der stellt sich einfach (fast) überall hin. An den Key-Inseln hat man als WoMo z.B. absolut keine Chance, da Parken entlang des Overseas-Highways für RV nachts verboten ist - wenn man aber nicht sieht, daß es ein RV ist, dann darf man an den Bootsrampen parken - man könnte ja über Nacht mit seinem Boot unterwegs sein, das ist erlaubt.
Was ich damit sagen will: Man kann mit einem normalen Wohmobil in Kanada, Alaska und im Westen sowie der Mitte der USA "relativ" problemlos billig oder auch kostenlos und auch "wild" übernachten. Im Osten wird es schwieriger und teurer (und zwar ansteigend mit der Toristischen Erschließung). Mit einem "getarnten" Wohnmobil kann man noch einige weitere Lücken ausnutzen - aber auch das fürht immer mal wieder zu "Meldungen" aufmerksamer US-Bürger (wie mir der Extremschwabe sagte). Sofern man Zeit hat und in Ruhe alle verfügbaren Unterlagen studiert, kann man aber auch im Osten billig mit einem RV übernachten.

Ach ja, noch was: In ganz touristischen Gegenden (wo der örtliche RV-Park-Besitzer auch im Gemeinderat sitzt) ist häufig auch auf den WalMarts das Übernachten im WoMo untersagt (speziell: Ostküste Floridas - dafür gab es dort relativ viele Rest-Areas an den Autobahnen).

Soweit unsere Erfahrungen

Gruß

Boppel
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Hildegard
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Ebermannstadt
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Re: Die Wahrheit über Amerika im Camper ...
Antwort #16 - 18.04.14 um 18:08:19
 
Hallo zukünftige USA-Reisende,

Freunde machten mich auf diese interessante, wenn auch manchmal etwas tendenziöse Diskussion aufmerksam. Sie ist zwar schon etwas älter, aber für zukünftige Nordamerikareisende nach wie vor ganz sicher aktuell. Nachdem wir insgesamt ca. 2 1/2 Jahre in Nordamerika verbracht haben, davon die meiste Zeit im Wohnmobil, kann ich nicht anders, als auch "meinen Senf" dazuzugeben.

Tatsache ist natürlich, dass der Tourismus stark zugenommen hat. Besonders entlang  der bekannten "Rennstrecken" im Südwesten der USA, die die großen, leider auch hoffnungslos überlaufenen,  Nationalparks verbinden. Tatsache ist leider auch, dass die kostenlosen Campgrounds immer weniger werden. Viele der Plätze, mit denen Don Wright's vor Jahren seine Guides to free Campgrounds füllte, kosten heute um die 10 Dollar - pro Stellplatz, nicht pro Nase! Trotzdem fanden wir auch 2008 in den USA immer wieder offizielle, kostenlose Campgrounds. Meist waren das County- oder Cityparks oder auch Forestcamps die außerhalb der Saison kostenlos sind. Selbst in unmittelbarer Nähe des stark frequentierten Arches NP konnten wir angenehm in freier Natur übernachten. Denn es gibt das öffentliche Land noch immer. Naturgemäß dort, wo das Land dünn besiedelt und karg ist, im Bereich der Halbwüsten und Nationalforests. Allerdings bewegten wir uns mit Zeit und Muße meisten abseits der ausgetretenen Pfade, da wir die großen Highlights bereits 1990 und 91  während 4wöchiger PKW -Reisen im Schnelldurchgang absolviert hatten.
In knapp bemessener Zeit, noch dazu mit dichtem Besichtigungsprogramm, nach kostenlosen Campmöglichkeiten zu suchen, wird jedoch ganz sicher mit Frust enden. Wenn es jedoch in knapp bemessener Zeit rein ums Übernachten geht, was spricht da gegen den Wal-Mart? Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe: Übernachten und Einkaufen. Außerdem kann man jederzeit die sauberen Toiletten im Eingangsbereich benützen.
Der Ehrlichkeit halber muss man natürlich hinzufügen, dass inzwischen auch einige Wal-Marts das Übernachten verbieten. Was meist mit City-Law begründet wird. Im Allgemeinen scheren sich die amerikanischen Camper aber wenig darum. Ich erinnere mich an den Wal-Mart in Bend/Oregon. Dort hing an jedem Baum und jedem Laternenpfahl ein Verbotsschild - und unter jedem Schild übernachtete ein Ami-Camper. "Wal-Mart erlaubt das, da lassen wir uns nicht vertreiben!" lautete die Devise.
In  Florida einen kostenlosen Campground direkt am Strand zu finden,  ist vermutlich genauso unmöglich, wie in K roatien oder S panien zur Hochsaison. Wir persönlich haben um Florida einen großen Bogen gemacht.
Hilfreich bei der Suche nach freien und kostengünstigen Campgrounds ist folgender Link: [Member-Link]  Bitte Einloggen oder Registrieren

Allen zukünftigen Wohnmobil-Reisenden sei ans Herz gelegt: Lasst Euch das Land mit seinen großartigen Landschaften, den unglaublichen Kontrasten und den einsamen Highways nicht vermiesen! Wir haben schon wieder Sehnsucht!

Gruß Hildegard
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