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Reisebericht Tunesien Frühjahr 2010 (Gelesen: 4051 mal)
Themen Beschreibung: "Gemischte" Infos zu Tunesien-Tour mit 3 Geländewagen
rocky1964
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Reisebericht Tunesien Frühjahr 2010
10.04.10 um 08:41:35
 
Im Frühjahr 2010 fuhren wir mit 3 Geländewagen, 2 Anhängern und darauf je 3 Quad´s in den Süden von Tunesien.


Hier einige Info´s:

Anfahrt/ Abfahrt
Abfahrt: Leipzig 07:00h, ca. 14:00h Lindau, ca. 18:00h Ibis-Hotel Como,
am nächsten Tag ca. 07:00h ab Ibis-Hotel Como, ca. 09:00h Ankunft Fährhafen Genua
Rückfahrt: ca. 16:00h Ankunft Fähre Genua, ab Chur Schneetreiben, ca. 22:00h Übernachtung in einem Gasthaus in Lindau, am 07.03.10 bei Sonnenschein und freien Straßen ca.12:30h zu Haus.

Fähre „Carthage“
Abfahrtstermin Hin sollte angeblich 14:00h sein. Wärtsilä hatte wohl viel zu tun, ca.20:00h ging es dann los.
Wir hatten 2 Stück 4-Bettkabinen mit 3-Mann-Belegung gebucht.
Auf der Hinfahrt waren in einer der Kabinen lediglich die unteren Betten neu bezogen. Nur nach mehreren „Erinnerungen“ und zusätzlichen „Vergütungen“ war das Bordpersonal geneigt für alle Gäste je Kabine saubere Wäsche zur Verfügung zu stellen.
Das Essen war gut und die See relativ ruhig (ca. 2..4m Wellen).
Schnarcher und Nichtschnarcher zu trennen war unmöglich und führten zur Verkaterung der angeblichen Nichtschnarcher.

Gabes Strand
Der angeblich tolle Strand südlich von Gabes ist Nacht´s ein Treffpunkt junger Tunesier um mit sehr lauter Musik am Strand zu tanzen uä. Es lag wie überall einiger Müll herum.

Douz
In Douz scheint sich in den letzten 10…15 Jahren nicht viel verändert zu haben. Und das ist gut so.
Es waren relativ wenige Pauschaltouris unterwegs. Lediglich einige südeuropäische Studenten- und Schülergruppen seinen laut den Einheimischen derzeit in der Region unterwegs, über die sie sich beschwerten.

Douz Camp Desert Club
Der Campingplatz war innerhalb der Tage, an denen wir mal da waren, mal leer und mal bis max ca. 60% gefüllt.
Für Moped- oder Quadfahrer sowie Bergzelte stehen ausreichend von Palmenwedeln überdachte schattige Plätze bereit.
Das Essen war früher gefühlt besser. Die Sanitäranlagen wie hier gewohnt gut.
Die auf dem Campingplatz abgegebenen Postkarten sind nach 4 Wochen in D angekommen.
Nervig waren südeuropäische Nudelliebhaber, welche erst zum Feiern in die Stadt gingen und ab ca. 23:30h dann laut an den Moped´s schraubten inkl. umfangreichen Probeläufe.
Wäsche waschen in der neuwertigen und sauberen Waschmaschine des Campingplatzes kostet inkl. Pulver 7,00DT.
Problemlos haben wir 2 Anhänger und 1 Geländewagen hier für mehrere Tage bewacht abgestellt.

Piste Douz-Cafe/Polizeistation-Cafe du Parc-Ksar Ghilane
Die Piste zum Cafe du Parc entspricht dem RKH-Führer, ist uninteressant und bietet viel Wellblech.

Piste Douz-Cafe du Parc
Wesentlich schöner ist die direkte Sandpiste von Douz zum Cafe du Parc. Diese Piste ist in Douz ausgeschildert. Einige wenige Pauschaltouris in Touribombern (Toyota´s örtlicher Reiseagenturen mit Führer) sind auf dieser Piste unterwegs.

Ksar Ghilane
Die schmalen Dünenzüge vor Ksar Ghilane vom Cafe du Parc kommend sowie zwischen dem Ksar und der Oase erfordern -wie immer- etwas Aufmerksamkeit. Zwischen Ksar und Oase nervten viele südeuropäische Nudelliebhaber, welche teilweise ungesichert mit Moped´s hinter Dünen lagen und deren Begleiter sich bei nähernden Fahrzeugen auch überhaupt nicht um eine Absicherung scherten.

In der Oase Ghilane war relativ wenig los. Zum Glück.
Sprit gab es an 3 Faß-Tankstellen.

Straße Ksar Ghilane-Matmata-Mareth durchs Dahar-Gebirge
Es ist kpl. alles asphaltiert. Traumhaft ist das Stück Matmata-Toujane-Ain Tounine-Mareth. Es sind keine Touristen unterwegs.
Schöne Aussichtspunkte befinden sich bei N 33°29.669` E10°06.125`und am Cafe an der letzten Kurve vor dem Ort Toujane von Matmata kommend.

Timbain
Auf der Piste zwischen dem Schild „[Member-Link]  Bitte Einloggen oder Registrieren 20KMS“ am südlichen Zaun des Nationalparks und Timbaine geht es zu wie auf dem Ku´damm. Ich habe an dem Schild auf andere Teilnehmer unserer Gruppe gewartet. In diesen 2h kamen in verschieden großen Gruppen unabhängig ca. 40 Enduros, 2 4x4-LKW und 10 Geländewagen vorbei. Am Timbaine gibt es feste Camps.

Militärmuseum „Mareth-Linie“
Am Ortsausgang von Mareth Richtung Medenine befindet sich das vom tunesischen Militär unterhaltene Museum „Mareth-Linie“. Ich hatte allein eine sehr gute Führung von einem deutsch sprechenden tunesischen Feldwebel der Fallis.

Reparaturen Douz
Bei 2 Geländewagen benötigten wir externe Hilfe bei der Instandsetzung.
Am Pick up war der Rahmen im Bereich der Hinterachse links gerissen. Der Rahmen wurde geschweißt und Knotenblechen wurden zur Verstärkung aufgebracht (90,00DT).
Beim Frontera löste sich der Abgastrakt nach dem Kat. Viel Rödeldraht als Zusatzwerkstoff beim Autogenschweißen sowie eine emaillierte Kühlschranktür für die Ummantelung halfen (20,00DT).

Kairuan
Sehr nervige und sehr aggressive Mopedscouts attackieren einen bei der Einfahrt in die Stadt. Dies gilt ebenfalls für die selbst ernannten Führer und die Händler in der sehr schönen Medina.

Kairuan Hotel „Continental“
Das Hotel hat seine guten Zeiten eindeutig lange überstanden und ist abgewohnt. Vor 15 und 10 Jahren war das Hotel aus eigener Erfahrung wesentlich besser. Die Sauberkeit der Zimmer bekommt heute max. die Note 3. 1 Bett war nicht frisch bezogen, die WC-Brille defekt, die Zimmertür speckig und die Teppiche im Gang verschlissen.
Pool und Terrassencafe sind gut. Es waren eine französische Jugendgruppe und einige Tunesier im Hotel.
Im Garten an der Einfahrt stand eine Gruppe französischer Womo´s.
Man ist relativ schnell in der Medina und hat einen bewachten Parkplatz.
Derzeit wird in mehreren Bereichen des Hotels renoviert.
DZ als Single 40,00DT mit Frühstück und 47,00DT bei Halbpension.
Das Hotel „Kashba“ liegt zwar direkt an der Medina, ist aber teurer und hat keinen wirklich bewachten oder abgeschlossenen Parkplatz.

Camping Hamam Lif Cedria Plage
Der Campingplatz scheint ein altes und kaum genutztes Jugendlager oder Ferienlager in einem „etwas brauchbaren“ Zustand zu sein. Die Unisex-Sanitäranlagen verdienen max eine Note 4..5.
Die Zufahrt von der Hauptstraße über die Gleise hat sich geändert.
Nach Tunis kann man mit der Bahn fahren. Der Bahnhof liegt ca. 10 Minuten vom Campingplatz entfernt. Hier fahren auch Taxis nach Tunis (15DT gesamt für 4 Fahrgäste einfache Strecke).

Tunis
Bisher kannte ich Tunis nur vom Weg La Goulette-Hochstraße-Autobahn Richtung Süden. Diesmal haben wir einen Tag Reserve für einen Besuch der Medina genutzt und ich war erstaunt. Der Besuch der Medina ist empfehlenswert. Die Händler sind nicht allzu aufdringlich.

Taxifahrt
Die Taxifahrten zwischen Cedria Plage und Tunis sowie zurück waren eindeutig die gefährlichsten Momente dieser Reise. Arabische Musik bis zum Endanschlag und freihändiges Fahren mit wackelnden Händen am Fahrzeughimmel (Taxifahrer) bei 100km/h über eine längere Strecke. Viel Spaß hatten wir dabei, aber nicht empfehlenswert für schwache Nerven.
Preis Cedria Plage und Tunis sowie zurück bei 4 Fahrgästen in einem Polo in Summe 30,00DT inkl. Kaffe für jeden Fahrgast in einem Kaffeehaus an der Strecke.


Ich war vor der jetzigen Reise vor 15 und 10 Jahren in TN.

Zu der Entwicklung in TN ist mir folgendes aufgefallen:

2000 war ich entsetzt wie sich in den vergangenen 5 Jahren Ksar Ghilane verändert hatte. 2010 fand ich die Veränderungen zu 2000 geringer.

In 02-03/2010 war in Ksar Ghilane sehr wenig los, gerade mal eine weitere Gruppe (Nudelliebhaber) und wenige Einzelpersonen.

Früher brauchte man von Douz zum Djebil ca. 1-1,5 d und von dort zum Timbain das gleiche nochmal. Heute braucht man von Douz zum Timbain ca. 4h.

Caffee´s gibt es südlich Douz an den Pisten wie Sand am Meer. Am See südlich vom Timbain gibt es auch schon ein Camp. Ebenso mehrere südlich von Ksar Ghilane.
In Douz gibt es einen 4x4-Abschleppdienst Service Sud mit Unimog´s usw.
Auf dem Campingplatz Desert Camp Douz waren relativ wenige Off-Road-Reisende und nur 2 Womo´s.
Alle diese genannten leben von Off-Road-Reisen.

Es waren 02-03/2010 sehr wenige Pauschaltouris in TN unterwegs, im Süden praktisch gar keine. Dies liegt sicherlich auch an den Hinweisen des AA:
"Das Auswärtige Amt rät bei Aufenthalten in Tunesien – wie in allen Ländern der Region – zu erhöhter Aufmerksamkeit. Es weist insbesondere auf die Gefahren bei Reisen in die Sahara im Grenzgebiet zwischen Tunesien, Algerien und Libyen hin, das südlich der Wüstenoasen Tozeur und Nefta gelegen ist. Von den tunesischen Behörden ausgewiesene Sperrgebiete sollten in jedem Fall gemieden werden."
"Von Reisen in die Saharagebiete südlich von Es Sabria in Richtung El Borma wird dringend abgeraten."

In TN gibt es die gleichen Auswirkungen des Tourismus wie überall auf dieser Welt.



Rocky


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rocky1964
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Re: Reisebericht Tunesien Frühjahr 2010
Antwort #1 - 18.07.10 um 12:54:03
 
BILDER der Tunesien-Tour hier: [Member-Link]  Bitte Einloggen oder Registrieren
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